Familienfreuden trotz Preisdruck: Freizeitparks in Hessen verzeichnen steigende Besucherzahlen
Die Sommerferien sind vorbei, die Schulzeit hat wieder begonnen, und trotzdem gibt es noch einen Hauch von Abenteuer in der Luft. Auch wenn die Lebenshaltungskosten steigen und die Spritpreise einen kleinen Schock auslösen, bleibt die Sehnsucht nach Erlebnissen für viele Familien ungebrochen. Freizeitparks in Hessen ziehen weiterhin zahlreiche Besucher an, und das trotz der angespannten finanziellen Lage. In einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur gaben drei von vier befragten Parks an, dass sie für die Saison 2026 stabile oder sogar wachsende Besucherzahlen verzeichnen konnten. Das ist doch erfreulich, oder?
Ein ganz besonderes Highlight ist das Taunus Wunderland in Schlangenbad, das bis zum Saisonende am 1. November mit einer Steigerung von etwa zehn Prozent bei den Besucherzahlen rechnet. Laut Sprecher Sven Gerich achten Familien zwar mehr auf ihre Ausgaben, haben aber nach wie vor großes Interesse an gemeinsamen Erlebnissen. Und hey, der Park feiert in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen – ein Grund mehr, sich dort mal blicken zu lassen!
Die Vielfalt der Freizeitparks
Doch das Taunus Wunderland ist nicht der einzige Ort, der in dieser Saison glänzt. Der Erlebnispark Ziegenhagen im Werra-Meißner-Kreis zeigt sich ebenfalls zufrieden. Geschäftsführer Norman Surup hebt die kurzen Anfahrtswege, kostenlosen Parkplätze und die Möglichkeit zum Picknicken hervor. Ein kleiner Ausflug mit der Familie, der nicht nur Spaß macht, sondern auch das Budget schont – klingt gut!
In der Lochmühle bei Bad Homburg ist alles beim Alten geblieben. Die Besucherzahlen und Ausgaben der Gäste sind stabil geblieben – das ist doch auch etwas wert! Man könnte fast sagen, hier herrscht eine Art ruhige Zufriedenheit. Doch nicht überall sieht es so rosig aus. Der Erlebnispark Steinau im Main-Kinzig-Kreis hat einen spürbaren Rückgang der Besucherzahlen zu verzeichnen. Geschäftsführer Theo Zwermann führt das auf die angespannte finanzielle Lage vieler Familien und die hohen Spritpreise zurück. Auch die Wetterprognosen haben potenzielle Besucher verunsichert – was für eine unglückliche Kombination!
Preise und Herausforderungen
Ein zusätzlicher Faktor, der nicht ignoriert werden kann, sind die steigenden Eintrittspreise in den deutschen Freizeitparks. Diese steigen seit Jahren, und für 2026 wird erneut mit höheren Preisen gerechnet. Um das Ganze in Perspektive zu setzen: 2025 lag der Preis für ein reguläres Tagesticket für Erwachsene in großen Freizeitparks zwischen 64 und 78 Euro. Kinder zwischen drei und elf Jahren zahlten immerhin noch zwischen 58 und 68 Euro. Das summiert sich schnell, vor allem wenn man noch die Parkgebühren von fünf bis zehn Euro hinzuzählt. Ein Familienausflug für zwei Erwachsene und zwei Kinder kann da leicht auf etwa 275 Euro kommen – und das ganz ohne die Anreise und Verpflegung!
Die Betreiber begründen die Preiserhöhungen unter anderem mit steigenden Lohn-, Arbeits- und Energiekosten sowie der Inflation. Im Europa-Park beispielsweise sollen die Eintrittspreise zur Saison 2026 um etwa vier Prozent steigen. Das klingt nicht nach viel, aber in Kombination mit den anderen Kosten kann so ein Besuch ganz schön ins Geld gehen. Der Park plant zudem die Eröffnung des 18. europäischen Themenbereichs „Monaco“ im Jahr 2026, was sicher auch mit den Kosten zusammenhängt.
Schließlich sei noch gesagt, dass der Verband Deutscher Freizeitparks eine Entlastung bei der Umsatzsteuer auf Eintrittspreise fordert. Das wäre ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, um die Freizeitangebote für Familien zugänglicher zu machen und die Preise in einem akzeptablen Rahmen zu halten. Immerhin möchte man ja die Freude an Freizeitparks nicht ganz verlieren.
