Stadtführung „Vom Dorf zur Stadt“: Mit der Kluchtfrau Marie auf den Spuren Borkens Geschichte
Wer denkt, dass der Charme einer Stadt nur in modernen Gebäuden und bunten Lichtern liegt, der sollte unbedingt am Samstag, den 31. Oktober 2026, um 15 Uhr die Stadtführung „Vom Dorf zur Stadt: Stadtführung mit der Kluchtfrau Marie“ in Borken erleben. Hier wird Geschichte lebendig! Die städtische Tourist-Information lädt ein, und das ganz ohne den üblichen Schnickschnack. Für 8,80 Euro (Kinder bis 10 Jahre zahlen nur 4,40 Euro) kann man in die mittelalterliche Vergangenheit eintauchen und die Stadt aus einer ganz neuen Perspektive kennenlernen. Der Treffpunkt ist die Tourist-Information im FARB am Marktplatz, Markt 15. Tickets sind sowohl vor Ort als auch online unter borken.de/tickets erhältlich. Ein kleiner Tipp: Wer mag, kann sich schon im Vorfeld überlegen, ob er sich nicht vielleicht auch ein bisschen in den alten Zeiten verliert – ein passendes Kostüm könnte das Erlebnis noch spannender machen!
Die Gästeführerin Maria Glenz wird für uns in die Rolle der Kluchtfrau Marie schlüpfen, der Ehefrau eines Leinenwebers und Händlers. Und glaubt mir, die Geschichten, die sie erzählt, sind keine trockenen Geschichtsstunden. Sie thematisiert, wie die Borkener Bevölkerung sich organisiert hat, um kriegerische Überfälle abzuwehren. Irgendwie beeindruckend, wenn man bedenkt, dass Borken einst an einer Handelsstraße lag, über die viele Reisende – darunter auch nicht gerade friedliche Zeitgenossen – durch die Stadttore zogen. Diese Stadtführung ist also nicht nur eine Reise in die Vergangenheit, sondern auch eine spannende Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, vor denen die Menschen damals standen.
Ein Blick in die Geschichte
Borken hat eine lange und aufregende Geschichte. Bereits um 800 nutzte Karl der Große die damalige Hofansammlung „Burg“ als Lager auf seinen Reisen. Der Name entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte und wurde schließlich zu „Borken“. 1226 verlieh Bischof Dietrich III. von Isenberg der Stadt die Stadtrechte – ein Wendepunkt, der die Weichen für die Entwicklung Borkens stellte. Die Stadtbefestigung, bestehend aus Mauern und Türmen, wurde erstmals 1391 erwähnt. Diese Mauern haben sicher so manches Abenteuer und viele Geschichten überstanden.
Die Stadtgeschichte ist aber nicht nur von Ruhm und Ehre geprägt. Bombenangriffe im März 1945 führten dazu, dass der historische Stadtkern zu etwa 90 Prozent zerstört wurde. Ein schmerzlicher Verlust für die Stadt und ihre Einwohner. Dennoch sind einige Reste, wie Teile der spätmittelalterlichen Stadtmauer und der wiederaufgebaute Diebesturm, sichtbar geblieben und können bei der Stadtführung bewundert werden. Diese Überreste erzählen von einer Zeit, die längst vergangen ist, und vermitteln uns ein Gefühl für die Herausforderungen und Errungenschaften der damaligen Bewohner.
Die Kluchtfrau Marie und ihre Welt
Marie, die Kluchtfrau, hat in dieser Zeit eine wichtige Rolle gespielt. Ihr Alltag war geprägt von den Sorgen und Nöten einer Familie im Mittelalter. Die Themen, die die Borkener Bürger beschäftigten, sind ebenso Teil der Führung. Es wird darüber gesprochen, wie sich die Stadt entwickelte, insbesondere nach der Verleihung der Stadtrechte. Aus dieser Zeit sind viele spannende Relikte erhalten, auch wenn der Großteil durch Kriege und Zerstörungen verloren ging.
Die etwa 90-minütige Führung schließt den Besuch eines erhaltenen Wehrturms mit ein. Hier kann man sich gut vorstellen, wie es damals war, die Gefahren zu beobachten und das Stadtleben zu schützen. Es ist ein eindrücklicher Ort, der zum Nachdenken anregt. Über die Geschehnisse, die die Stadt geprägt haben und über die Menschen, die hier gelebt haben. Die Stadtführung ist also nicht nur ein Ausflug in die Vergangenheit, sondern auch eine Reise zu den Wurzeln der Stadt Borken.
Also, packt eure Neugier ein und macht euch auf nach Borken! Ob allein oder mit der Familie, die Stadtführung mit Marie wird bestimmt ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Für weitere Informationen stehen die Ansprechpartner in der Tourist-Information unter der Telefonnummer 02861/939-252 oder per E-Mail an tourist-info@borken.de zur Verfügung. Lasst euch diese Gelegenheit nicht entgehen – die Geschichte wartet nur darauf, von euch entdeckt zu werden!
