Heute ist der 22.10.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuelle Lage im Tourismus in Sachsen-Anhalt. Ein bisschen wie ein Wetterbericht für Reisefreudige, oder? Im August 2026 hatte das Bundesland rund 372.000 Gäste und durfte sich über knapp 921.000 Übernachtungen freuen. Das klingt zunächst einmal vielversprechend, doch der Schein trügt ein wenig: Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es einen leichten Rückgang bei den Gästezahlen von 0,3 Prozent, während die Übernachtungen immerhin um 1,0 Prozent stiegen. Ein kleiner Lichtblick, möchte man meinen!

Doch wie bei vielen Dingen im Leben variieren auch hier die Zahlen je nach Unterkunftsart. Während es in den klassischen Hotels und Pensionen eher bergab ging – etwa 20 Prozent weniger Gäste – können die Hotel-garni-Betriebe ohne Restaurant, aber mit Frühstück und Snacks einen Anstieg von etwa 6,5 Prozent verzeichnen. Vielleicht liegt es an der flexiblen Verpflegung? Wer weiß! Die Altmark hat sich als besonders einladend erwiesen, gefolgt vom Reisegebiet Elbe-Börde-Heide. Der Harz, als beliebte Urlaubsregion, hat zwar nach wie vor seine Anhänger, bleibt aber leicht hinter den Werten des Vorjahres zurück.

Ein Blick auf die Herkunft der Gäste

Die Gäste kommen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Dabei gab es bei den deutschen Besuchern einen Rückgang von 0,6 Prozent, während die ausländischen Gäste um erfreuliche 3,2 Prozent zulegten. Das klingt fast so, als ob Sachsen-Anhalt für internationale Reisende interessanter wird – könnte es daran liegen, dass die Auslastung der Schlafgelegenheiten mit 38,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen ist? Gäste bleiben durchschnittlich zweieinhalb Tage, was ja auch eine ganz anständige Zeit ist, um die Schönheiten der Region zu erkunden.

Allerdings gibt es besorgniserregende Entwicklungen, die die Branche in Aufregung versetzen. Nach dem Wahlsieg der AfD machen sich viele in der Tourismusbranche Sorgen um das Image des Landes. Die Befürchtungen sind vielfältig: Sie reichen von möglichen Einbußen bei den Gästezahlen über Schwierigkeiten bei der Gewinnung internationaler Fach- und Nachwuchskräfte bis hin zum Erhalt der kulturellen Vielfalt. Martin Schulze, Geschäftsführer des Tourismusverbands Sachsen-Anhalt, hat deutlich gemacht, dass die Branche auf Gastfreundschaft, Vielfalt und Weltoffenheit angewiesen ist. Eine Atmosphäre, in der sich Menschen willkommen und sicher fühlen, ist unerlässlich!

Die Zukunft des Tourismus in Sachsen-Anhalt

Eine weitere besorgniserregende Information kommt vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). Hier wurde berichtet, dass potenzielle Gäste aus Angst überlegen, Sachsen-Anhalt vielleicht doch zu meiden. Das ist schon ein harter Schlag für ein Bundesland, das in den letzten Jahren mehr als 1.000 junge Menschen aus dem Ausland für Ausbildungen in der Gastronomie und Hotellerie gewinnen konnte. Viele dieser jungen Leute sind inzwischen fest verwurzelt, was für die Region eine immense Bereicherung darstellt.

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Doch was passiert, wenn sich die Stimmung tatsächlich ändert? Wenn die zukünftige Landesregierung die Prinzipien der Weltoffenheit gefährdet, könnte das fatale Folgen für den Tourismus haben. Schließlich ist der Inlandstourismus mit der aktuellen politischen Agenda der AfD ein heiß diskutiertes Thema. Während die Partei eine stärkere Förderung des heimischen Tourismus fordert, scheinen die Bedenken der Branche über das touristische Landesimage und die kulturelle Vielfalt nicht unbegründet zu sein. Man fragt sich, was aus den charmanten kleinen Gasthäusern und der bunten Kulturszene wird, wenn die Unsicherheit weiter wächst.

Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu sehen, wie sich der Tourismus in Sachsen-Anhalt entwickeln wird. Bleibt zu hoffen, dass die Menschen weiterhin die Schönheit und Vielfalt dieser Region entdecken und genießen können, ohne sich um ihre Sicherheit sorgen zu müssen. Ein Hoch auf die Gastfreundschaft und die kulturelle Vielfalt, die Sachsen-Anhalt zu bieten hat!