Entdeckungsreise entlang der Oberschwäbischen Barockstraße: Kultur, Geschichte und neue Erlebnisse zum 60-jährigen Jubiläum
Die Oberschwäbische Barockstraße – ein wahres Juwel für Kultur- und Geschichtsinteressierte! Hier in Süddeutschland, wo die Tradition auf die Moderne trifft, erstreckt sich ein Netz von rund 860 Kilometern voller Überraschungen und Pracht. Man könnte fast sagen, diese Route hat das Potenzial, die Sinne zu berauschen und die Seele zu streicheln. Der Barock, dieser opulente Stil, hat nach dem Dreißigjährigen Krieg nicht nur die Architektur, sondern auch die Lebensweise prächtig geprägt. Es ist eine Zeit der Pracht und Repräsentation, die auch heute noch in den beeindruckenden Bauwerken zum Ausdruck kommt. Und wer hätte gedacht, dass das Schloss Altshausen, eigentlich als „schwäbisches Versailles“ geplant, nun der Stammsitz des Hauses Württemberg ist?
Ein wenig Geschichte gefällig? Nach dem Tod von Herzog Carl von Württemberg vor vier Jahren hat man dem Schloss neuen Glanz verliehen. Es ist wirklich spannend zu erfahren, dass die Oberschwäbische Barockstraße, gegründet im Juni 1966, mittlerweile zu den traditionsreichsten Kultur- und Ferienstraßen in Europa gehört. Mit ihrem vielfältigen Angebot an Kirchen, Klöstern und Schlössern, bietet sie eine Reise durch die Zeit, die man nicht verpassen sollte!
Entdeckungsreise durch Altshausen und Umgebung
In Altshausen angekommen, ist das barocke Theater in der Kapelle zum Heiligen Grab ein echter Geheimtipp. Der hölzerne Kulissenbau, der im 18. Jahrhundert entstand, hat eine ganz besondere Geschichte. Man hat ihn von jahrhundertealtem Schutt und Schmutz befreit, und die Theatermaschine, die nur zu Ostern eingesetzt wird, ist ein echtes Highlight. Da steigt eine überlebensgroße Holzfigur des auferstandenen Jesus aus einer Gruft auf – ganz schön spannend, oder? Und nicht zu vergessen die App-gestützte „Lauschtour“, die einem die Geheimnisse des Schlossareals und die Geschichte von Hermann dem Lahmen näherbringt.
Ein Abstecher ins Kloster Weingarten ist ebenfalls ein Muss. Diese ehemalige Benediktinerabtei hat eine der bedeutendsten Orgeln Europas, die von Joseph Gabler um 1750 erbaut wurde. 6666 Pfeifen! Der Klang ist nicht nur für geistliche Musik geeignet, sondern kann auch Glocken- und Vogelgeräusche imitieren – einfach beeindruckend! Und dann ist da noch Kißlegg, östlich von Weingarten. Hier ließ Graf Johann Ernst II. von Waldburg ein prächtiges Schloss errichten. Die Schlosskapelle mit ihrem illusionistischen Fresko vermittelt das Bild eines paradiesischen Himmels. Es ist ein Ort, der zum Staunen einlädt!
Von Gutenzell bis Laupheim
Weiter geht’s nach Gutenzell. Die Kirche St. Kosmas und Damian zeigt die intimere Seite des Barocks mit verspielten Formen und zarten Farben. Die geschnitzten Krippenfiguren, die nur zu Weihnachten aufgestellt werden, sind ein wahrer Schatz! Und wenn’s um Geschichte geht, darf Laupheim nicht fehlen. Hier hat sich im 18. Jahrhundert eine barocke Siedlung mit Schloss und Kirche entwickelt. Die einzigartige Geschichte der jüdischen Gemeinde, die hier einst blühte, wird im Museum zur Geschichte von Christen und Juden im Schloss Großlaupheim lebendig gehalten. Das Leben des Laupheimer Unternehmers Carl Laemmle, der die Universal Studios gründete, wird dort ebenfalls gewürdigt.
Ach, und dann gibt’s da noch Ulm! Ja, im Vergleich zu den anderen Orten gibt es hier nur wenige barocke Bauwerke, doch die Stadt hat ihren eigenen Charme. Sie liegt im protestantisch geprägten Raum und bietet eine spannende Abwechslung zu den katholisch geprägten Orten der Barockstraße.
Neue Erlebnisse und Jubiläum
2026 ist ein ganz besonderes Jahr für die Oberschwäbische Barockstraße, denn sie feiert ihr 60-jähriges Bestehen. Neue Audiotouren, die sogenannten „Lauschtouren“, werden in Altshausen, Bad Schussenried und Laupheim eingeführt und bieten spannende Audioinhalte, einschließlich Klangbeispielen der Weingartener Gabler-Orgel. Außerdem gibt’s im Rahmen der jährlichen BAROCKwoche vom 8. bis 16. August Zugang zu bislang verschlossenen Rokoko-Räumen – das ist ein echtes Schmankerl für alle Barockfans!
Reiseinformationen gibt es bei den Tourismusstellen Baden-Württemberg und Oberschwaben. Und wenn du mit dem eigenen Auto oder einem Mietwagen unterwegs bist, kannst du die vielen Weiler und Klöster bequem erkunden. Zum Übernachten sind das Hofgut Farny in Kißlegg oder der Hotel Klosterhof in Gutenzell eine gute Wahl. Und hey, die Eintrittspreise sind oft sogar kostenlos! So bleibt mehr Geld für die kulinarischen Köstlichkeiten der Region.
