Heute ist der 22.10.2026, und während wir uns in die herbstliche Stimmung stürzen, werfen wir einen Blick auf den Tourismus im Unterland und Überetsch. Es ist eine Region, die sich im Schatten der spektakulären Rekorde Südtirols entwickelt. Und das ist nicht ganz unproblematisch. Während andere Teile des Landes mit einem sprudelnden Wachstum glänzen, bleibt das Unterland ein wenig hinterher. Die aktuellen Zahlen zeigen zwar einen Anstieg der Übernachtungen, doch dieser ist mit 2,3 Prozent auf insgesamt 519.105 Übernachtungen im Winterhalbjahr 2024/25 vergleichsweise gering. Zum Vergleich: Südtirolweit beträgt der Zuwachs 2,6 Prozent. Das Unterland hat also den geringsten absoluten Zuwachs aller Bezirksgemeinschaften. Ein bisschen frustrierend, oder?

Die Analyse des Landesinstituts für Statistik ASTAT bringt noch mehr Licht ins Dunkel. Im Sommerhalbjahr 2025 stiegen die Übernachtungen in allen acht Bezirksgemeinschaften an, was darauf hindeutet, dass es keinen flächendeckenden Rückgang im Unterland gibt. Dennoch bleibt der allgemeine Eindruck, dass das Wachstum hier begrenzt ist. Ein ehrlicher Blick auf die wirtschaftliche Lage zeigt, dass jeder fünfte Beherbergungsbetrieb im Überetsch und Unterland seine Ertragslage als schlecht einschätzt. Das ist ein Alarmzeichen! Die touristische Entwicklung ist hier also alles andere als einfach.

Herausforderungen und Chancen im Unterland

Ein weiterer Punkt, der zum Nachdenken anregt, ist die Tatsache, dass in stark belasteten Tourismusgebieten oft über zu viele Gäste diskutiert wird. Im Unterland hingegen sehnt man sich nach mehr Tourismus. Rai Südtirol berichtete kürzlich, dass die Region touristisch noch Entwicklungspotenzial sieht. Es ist wie ein verzweifelter Wunsch nach Wachstum, während andere Regionen sich über den Andrang wundern. Komisch, oder? Ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen ist der Rückgang der Übernachtungen in der Gemeinde Salurn um alarmierende 34,4 Prozent im September 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat. Aber keine Panik, das betrifft nur eine Gemeinde und kann nicht für das gesamte Unterland herangezogen werden.

Im Ganzen ist das Unterland also keine pauschale Rückgangsregion. Die Unterschiede innerhalb Südtirols sind evident. Die steigenden Übernachtungszahlen kommen den Regionen und Betrieben unterschiedlich zugute. Das Überetsch und Unterland bleiben im Vergleich zu anderen Teilen Südtirols wenig dynamisch. Und das ist schade, denn hier gibt es viel Potenzial.

Der sich verändernde Aufenthalt der Gäste

Aber was bedeutet das für die Gäste? Ein entscheidender Aspekt ist der durchschnittliche Aufenthalt in den Südtiroler Beherbergungsbetrieben, der von 6,36 Tagen vor 30 Jahren auf gerade einmal 4,22 Nächte im Jahr 2025 gesunken ist. Das ist ein deutlicher Rückgang! Urlaubsreisen werden generell kürzer, und viele Touristen sind „Hotspot-Touristen“, die während ihrer Reise durch Südtirol die Unterkunft wechseln. Bei den Einheimischen sind Wellnesswochenenden immer beliebter geworden. Das verändert die Landschaft und die Erwartungen.

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Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich der Tourismus im Unterland weiterentwickeln wird. Die Herausforderungen sind klar, aber vielleicht gibt es ja bald eine Wende zum Besseren. Schließlich hat das Unterland noch viel zu bieten – man muss es nur entdecken.