Reisen ist ein Abenteuer, das die Seele nährt und den Geist erweitert. Helene Brunn, eine 25-jährige Flugbegleiterin, die neben ihrem Studium an einer deutschen Universität arbeitet, könnte dazu ein ganzes Buch füllen. Ihre Reisen führten sie in zahlreiche Länder, und die Geschichten, die sie erzählt, sind nicht nur faszinierend, sondern auch einladend. Wenn sie nicht gerade mit einem Lächeln die Passagiere an Bord begrüßt, erkundet sie die Städte, in die sie fliegt, und sammelt Erinnerungen, die für immer bleiben.

Bereits mit 18 Jahren bewarb sich Helene spontan bei einem Casting für Flugbegleitende und hat seitdem ihre Leidenschaft zu ihrem Beruf gemacht. Nach einer intensiven dreimonatigen Sicherheits- und Serviceausbildung hat sie die Welt von oben entdeckt. Ihre ersten Langstreckenflüge führten sie nach New York City, und das war der Beginn einer tiefen Liebe zu den Metropolen. „Ich war vorher noch nie außerhalb Europas“, sagt sie und schmunzelt dabei. „Aber New York hat mich sofort in seinen Bann gezogen.“

London: Ein weiterer Stern am Reisemantel

London zählt zu Helenes Lieblingszielen. Wenn der Dienstplan es erlaubt, verbringt sie dort einen ganzen freien Tag mit Hotelübernachtung. Das Theaterviertel Covent Garden ist ein absolutes Muss – mit seinen charmanten Pubs, köstlichen Restaurants und Antiquitätenläden, die Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen. Die Oxford Street, ein wahres Shopping-Paradies, und der weitläufige Hyde Park, wo sie oft einen ausgedehnten Spaziergang macht, sind immer wieder Anlaufstellen. Und für den Abend? Da zieht es sie hinauf in den Sky Garden, wo der Blick über die pulsierende Londoner Innenstadt einfach atemberaubend ist.

Wenn man von London nach New York wechselt, wird die Begeisterung nicht geringer. Helene hat die Stadt, die niemals schläft, inzwischen mehr als zwölfmal besucht. Die Crew hatte jeweils etwa 24 Stunden Aufenthalt, und die Zeit nutzte sie, um die Sehenswürdigkeiten zu erkunden. Der Central Park, ihr absoluter Lieblingsort, bietet eine Oase der Ruhe. „Ich hab da oft mit Kolleginnen auf einer Parkbank gesessen und einfach mal nichts getan“, erzählt sie lachend. Die Freiheitsstatue und die Brooklyn Bridge sind ebenso Teil ihrer Erlebnisse, und der Blick von dort auf die beleuchtete Skyline ist einfach magisch.

Lissabon und Singapur: Ein Hauch von Exotik

Natürlich gibt es auch kürzere Aufenthalte, wie in Lissabon, wo die Zeit zwischen den Flügen oft knapp ist. „Die Altstadt ist hügelig und verlangt ein bisschen Fitness“, sagt sie. „Aber die Kirchen und Ausblicke auf das Meer sind es wert!“ Oft nutzen Helene und ihre Crew die Zeit für ein gemeinsames Frühstück oder einen Ausflug zum Strand.

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Singapur hingegen ist ein ganz anderes Kapitel. „Das ist für mich eines der außergewöhnlichsten Reiseziele“, schwärmt sie. Die Sauberkeit und die kulturellen Unterschiede zu anderen Städten sind beeindruckend. Mit ihrer Crew besuchte sie die Gardens by the Bay, ein Ort, der wie ein Traum aus einer anderen Welt wirkt. „Wir konnten uns dort abseits der Menschenmengen aufhalten und die Natur genießen“, erinnert sie sich. Die Aussicht vom Skywalk des Marina Bay Sands Hotels ist unvergesslich und zeigt die Stadt in einem ganz neuen Licht.

Einblicke in den Beruf

Die Arbeit als Flugbegleiterin ist alles andere als ein einfacher Job. Kabinenvorbereitung, Sicherheitsaufgaben und die Betreuung der Passagiere sind zentrale Aufgaben. Vor jedem Flug bespricht die Crew die Details, prüft Sicherheitsausrüstung und begrüßt die Passagiere. Während des Flugs sind sie dafür zuständig, Speisen und Getränke auszugeben, persönliche Anliegen zu klären und die Kabine im Auge zu behalten. „Es ist ein ständiges Jonglieren zwischen Sicherheit und Service“, sagt Helene und fügt hinzu, dass zwischenmenschliche Erlebnisse oft das Herzstück ihres Jobs sind.

Das Gehalt als Flugbegleiter variiert: Der Median liegt bei etwa 2.977 Euro brutto im Monat, und die Ausbildung ist nicht zu unterschätzen. Wer in diesen Beruf einsteigen möchte, muss eine direkte Bewerbung bei einer Airline einreichen und eine umfassende Kabinenpersonalschulung durchlaufen. Da ist kein Platz für Unsicherheit. Englisch ist oft Voraussetzung, und weitere Sprachkenntnisse können je nach Airline von Vorteil sein.

Die Möglichkeit, in verschiedene Lebenswelten einzutauchen und die Welt von oben zu sehen, verleiht ihrer Arbeit einen besonderen Reiz. „Egal, wo ich bin, ich lerne immer etwas Neues dazu“, sagt Helene und lächelt. „Jeder Flug ist ein neues Abenteuer!“