Warburgs neues Tourismusprojekt: „Der Stern erzählt’s, der Berg zeigt’s“ verbindet Geschichte und Natur
In Warburg tut sich was! Die Stadt hat ein spannendes Tourismus-Projekt auf den Weg gebracht, das bis 2030 das Gesicht der Region verändern könnte. Der Desenberg, das Museum im „Stern“ und die historische Innenstadt sollen zu einem einzigartigen Erlebnisangebot verschmelzen. Das Konzept trägt den vielversprechenden Titel „Der Stern erzählt’s, der Berg zeigt’s – Warburg neu entdecken“. Hierbei handelt es sich nicht nur um leere Worte, sondern um ein ernsthaftes Vorhaben, das mit geschätzten Gesamtkosten von rund 5 Millionen Euro einhergeht. Die Stadt hat bereits seit 2022 intensiv an der Entwicklung gearbeitet, nicht zuletzt mit einem Fördergeld von mindestens 50.000 Euro. Und das ist erst der Anfang. Die Hoffnung auf weitere Fördermittel für Investitionen am Desenberg, Maßnahmen im Museum und die Verbindungen zwischen diesen beiden Highlights ist groß.
Die Grundlage des Konzepts stammt von der Firma „Nusec“ aus Beverungen, die schon einige Ideen für den Desenberg ausgearbeitet hat. Geplant sind unter anderem ein neues Eingangsportal, zusätzliche Bänke entlang des Weges zur Burgruine und ein Pavillon mit Radabstellanlage. Die Parkplatzsituation soll ebenfalls neu strukturiert werden. Das klingt alles schon sehr vielversprechend, oder? Und so ist es nicht verwunderlich, dass die Vorfreude in der Bevölkerung wächst.
Interaktive Erlebnisse und neue Perspektiven
Am 31. Oktober 2025 wird im Museum im „Stern“ die Konzeptionsphase eines LEADER-Projekts offiziell gestartet. Ziel ist es, den Panorama-Wanderweg zur Burgruine auf dem Desenberg erlebnisorientierter zu gestalten. Hierbei wird nicht nur die Dauerausstellung im Museum neu konzipiert, sondern auch eine Verbindung zwischen diesen beiden Angeboten geschaffen. Und das Beste: Die Geschichte des Desenbergs, seine Sagen und Mythen sowie die Geologie und Natur sollen auf spannende Weise vermittelt werden. Bürgermeister Tobias Scherf hat den Desenberg als Identifikationsort der Region bezeichnet, und das nicht ohne Grund. Schließlich ist er ein Wahrzeichen der Warburger Börde und Teil des regionalen Projekts „Die Großen 7“.
Die Konzeptstudie sieht vor, dass entlang des Panorama-Wanderwegs Informations- und Erlebnisstationen eingerichtet werden. Fünf bis sieben Stationen sind geplant – sie sollen Themen wie frühe Besiedlung, Geologie, Naturschutz, Sagen und die Geschichte der Burg behandeln. Dabei kommen sowohl analoge als auch digitale Vermittlungsformen zum Einsatz. Ich kann mir schon vorstellen, wie Kinder und Erwachsene gleichermaßen durch Augmented Reality, Hörstationen und interaktive Installationen in die Vergangenheit eintauchen können. Eine tolle Möglichkeit, Geschichte lebendig werden zu lassen!
Ein Blick in die Vergangenheit
Wusstest du, dass sich vor ungefähr 7.000 Jahren am Fuß des Desenbergs die ersten Bauern niedergelassen haben? Damals begann eine ganz neue Epoche – von Jäger- und Sammlerkulturen hin zu einer sesshaften Lebensweise. Es ist schon verrückt, wie viel sich in dieser Region getan hat, nicht wahr? Diese Entwicklungen sind am Desenberg jedoch bislang nicht unmittelbar erlebbar. Die sichtbaren Spuren der frühen Bauern findet man vor allem in Form von Bodendenkmälern, die oft im Verborgenen liegen.
Das Museum im „Stern“, das im Stadtzentrum von Warburg liegt, behandelt diese Themen bereits in seiner Dauerausstellung. Doch bislang fehlte die Verbindung zwischen dem Desenberg als Naturerlebnisraum und dem Museum als Ort der kulturhistorischen Vermittlung. Mit der Neukonzeption der Ausstellung soll diese Lücke endlich geschlossen werden. Digitale Medien und ein erweitertes Informationsangebot am Desenberg werden das Erlebnis abrunden und die Geschichte der Region auf spannende Weise erlebbar machen.
Das gesamte Projekt wird über das europäische Förderprogramm LEADER unterstützt, das sich für die Entwicklung des ländlichen Raums stark macht. Der Weg bis zur Umsetzung ist noch lang, aber die Vorarbeit ist geleistet. Mit einem Feinkonzept und der fachlichen Begleitung durch Nusec soll die touristische Infrastruktur weiterentwickelt werden. Der Desenberg und das Museum im „Stern“ – ein Duo, das es zu entdecken gilt und das uns in den kommenden Jahren sicherlich noch viele Überraschungen bieten wird.
