Es war einmal ein Abenteuer, das wohl so niemand erwartet hatte. Maryse Ernzer und André Weis starteten am 16. März 2024 in Luxemburg, um mit ihren voll bepackten Fahrrädern und einem Zelt die Welt zu erkunden. Ihre Reise führte sie über beeindruckende 23.000 Kilometer durch 26 Länder, von der malerischen Landschaft Luxemburgs bis hin zu den pulsierenden Straßen Tokios.

Die Route war ein Abenteuer für sich. Sie radelten durch Frankreich, Deutschland, die Schweiz, Österreich und Italien, bevor sie den Balkan und die Türkei erreichten. Doch das war erst der Anfang: Iran, Zentralasien und schließlich China standen ebenfalls auf dem Programm. Überall stießen sie auf Herausforderungen – eisige Temperaturen, geschlossene Grenzen, Visa-Organisationsstress und auch die ein oder andere ungewollte Umleitung mit der chinesischen Polizei, die sie einmal 200 Kilometer weiterbrachte. Kirgistan stellte sie mit schottrigen Straßen vor eine echte Prüfung; mehrmals mussten sie sich über Berge und durch Schnee kämpfen.

Die Menschen und ihre Gastfreundschaft

Doch was die Reise wirklich unvergleichlich machte, waren die Begegnungen. In der Türkei lud ein älterer Mann sie spontan zu einem Essen und einer Übernachtung ein. Ein Mönch in China schenkte ihnen einen Reiskuchen. Es waren diese kleinen Gesten der Gastfreundschaft, die die beiden Radler tief berührten und ihnen zeigten, dass die Welt oft anders ist, als man sie sich aus der Ferne vorstellt. André Weis reflektierte später: „Die Reise hat mir die Angst vor der Welt genommen.“

Nach 374 Tagen, gefüllt mit unzähligen Erlebnissen und Geschichten, erreichten sie am 27. Oktober 2025 Tokio. Unglaublich, dass sie nach all den Strapazen und Abenteuern letztendlich in der faszinierenden Metropole ankamen! Und nun, genau zwei Jahre später, laden sie alle Radbegeisterten und Neugierigen zu einem besonderen Vortrag ein. Am Dienstag, den 27. Oktober 2026, um 19 Uhr in der TUFA Trier, Wechselstraße 4, zweites Obergeschoss, berichten sie über ihre Reise, die Begegnungen und Herausforderungen, die sie auf ihrem Weg gemeistert haben.

Ein Blick auf das lokale Fahrradklima

Die Veranstaltung findet im Rahmen des ADFC-Fahrradklima-Tests 2026 statt. Der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) untersucht, wie fahrradfreundlich Städte und Gemeinden sind. Ein Thema, das auch in Zeiten von steigenden Fahrradfahrenden immer mehr an Bedeutung gewinnt. Es ist an der Zeit, dass wir uns Gedanken machen, wie wir unsere Städte für Radfahrer attraktiver gestalten können. Vielleicht können die Geschichten von Maryse und André uns inspirieren, die Welt auf zwei Rädern zu entdecken und gleichzeitig die Bedingungen für Radfahrende in Deutschland zu verbessern.

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Wer sich für Radreisen und Abenteuer interessiert, könnte auch an anderen Destinationen Gefallen finden. Wie wäre es mit einer Biketour im Himalaya oder einer Entdeckungstour durch Bhutan? Die Möglichkeiten sind vielfältig – von Trekkingbike-Reisen in unberührte Natur bis hin zu geführten Reisen durch kulturell reiche Landschaften. Vielleicht wird die nächste große Reise ja schon bald geplant!