R(h)ein ins Revier: Dormagen verbindet Geschichte und moderne Technik für ein neues Tourismus-Erlebnis
In Dormagen tut sich was! Die Stadt hat ein spannendes Projekt ins Leben gerufen, um den Tourismus in der Region zu beleben. Die charmanten Viertel Zons, Rheinfeld und die Stadtmitte sollen durch ein gemeinsames Erlebnisgebiet miteinander verbunden werden. Die Idee dahinter? Ein einheitlicher Erlebnisraum, der Besucher aus nah und fern anlocken soll. Und das auf eine ganz besondere Art und Weise!
Geplant sind nicht nur Röhren-Installationen, sondern auch digitale Angebote und eine durchdachte Besucherführung. Der Name des Projekts „R(h)ein ins Revier – Ritter, Römer, Röhren“ passt perfekt, denn hier trifft Geschichte auf moderne Technologie. Landrätin Katharina Reinhold und Bürgermeister Erik Lierenfeld präsentierten die ersten Elemente dieses aufregenden Vorhabens. Eine der Hauptattraktionen wird eine begehbare Mega-Röhre der Rheinwassertransportleitung (RWTL) sein. Ja, richtig gehört! Die Röhre wird nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein Erlebnis für die Sinne.
Einblicke in die Rheinwasserwelt
Das Entnahmebauwerk, das am Rheinufer bei Dormagen-Rheinfeld entsteht, wird mit einem Durchmesser von zwei Metern und einer Länge von sechs Metern die Wasserentnahme revolutionieren. Hier wird das Rheinwasser kontrolliert in die Transportleitung geleitet, je nach Wasserstand zwischen 1,8 und maximal 18 m³ pro Sekunde. Das ist nicht nur wichtig für die Technik, sondern auch für den Umweltschutz, denn weniger als ein Prozent des Rheinwasserabflusses wird entnommen. Und das alles wird mit einer ausgeklügelten Technik realisiert, die dafür sorgt, dass Fische und andere Wasserlebewesen nicht in die Anlage gelangen. Es ist faszinierend, wie viel Sorgfalt in diesem Projekt steckt!
Das Wasser strömt gleichmäßig über fein geschlitzte Rohre, auch Passivrechen genannt, die dauerhaft unter Wasser liegen. Das sorgt für einen sanften Fluss und schützt die Tierwelt. Übrigens, zur Befestigung wird im Rhein eine beeindruckende 54 Meter lange Winkelstützwand errichtet. Von hier fließt das Wasser über drei Rohrleitungen zum Pumpbauwerk – alles in einem harmonischen Zusammenspiel, das zeigt, wie Mensch und Natur miteinander arbeiten können.
Ein Schlüsselprojekt für die Zukunft
Am 19. März 2026 wird der offizielle Spatenstich für die Rheinwassertransportleitung im Rheinischen Revier gesetzt. Dieses Projekt ist nicht nur ein echter Hingucker, sondern soll auch die Zeit nach der Braunkohleförderung begleiten. Mit einer Trassenlänge von 45 Kilometern und etwa 10.000 beschichteten Stahlrohren wird eine neue Ära für die Region eingeläutet. Geplant ist, dass die Befüllung des Tagebaus Hambach mit Rheinwasser ab 2030 beginnt. Mit diesen Maßnahmen sollen neue Lebensräume für Fauna und Flora entstehen und gleichzeitig Chancen für Freizeit, Tourismus und Arbeitsplätze geschaffen werden.
Die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden sehen in diesem Vorhaben eine Schlüsselrolle für den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Und das ist nicht nur ein Lippenbekenntnis. Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. In Dormagen-Reinfeld sind die ersten Arbeiten für das Pumpbauwerk im Gange, während in Grevenbroich-Allrath ein Verteilbauwerk geplant wird. Das alles zeigt, wie viel Potenzial in der Region steckt.
Wenn man darüber nachdenkt, wie die Verbindung von historischen Elementen mit modernen Technologien hier Realität wird, wird einem klar, dass Dormagen auf dem richtigen Weg ist. Ob man nun eine Radtour entlang des neuen Radwegs macht oder die faszinierenden Informationstafeln am Entnahmebauwerk entdeckt – die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt. Und wer weiß, vielleicht wird dieser Ort bald zu einer der beliebtesten Anlaufstellen für Touristen in Deutschland. Auf jeden Fall sollte man die Entwicklungen hier im Auge behalten!
