Alexia Mohr: Mit Herz und Schulmaterialien für Kinder in Tansania
Heute ist der 1.11.2026 und wir tauchen ein in eine Geschichte, die das Herz berührt. Alexia Mohr, eine 26-jährige Kinderpsychologin aus Schwerin, hat mit ihrer Reise nach Tansania eine ganz besondere Mission verfolgt. Es war nicht nur eine weitere Auslandsreise für sie – es war vielmehr ein Schritt, der sie in eine andere Welt eintauchen ließ. Das 49. Land ihrer Reisen, und dieses Mal sollte alles anders sein. Statt durch verschiedene Länder zu jetten, hat sie sich entschieden, zweieinhalb Wochen an einem Ort zu verweilen: Arusha, am Fuß des majestätischen Kilimandscharo.
Der Anlass für diesen Aufenthalt? Ein tiefes Bedürfnis, etwas zurückzugeben. Bei ihrer vorherigen Reise durch Afrika hatte sie erlebt, wie sehr Kinder sich über kleine Geschenke freuen können. In einem Kinderheim mit integrierter Schule, in dem sowohl elternlose als auch von ihren Eltern begleitete Kinder leben, wollte sie nun aktiv werden. Unterstützt von der Helios Klinik, die nicht nur ihre Reisekosten übernahm, sondern auch Schulmaterialien spendete, stellte sie sich der Herausforderung. Insgesamt brachte sie 16 Kilogramm Schulbedarf mit, darunter 500 Buntstifte, 200 Kugelschreiber und 60 Teddybären. Die Reaktionen der Kinder waren überwältigend – einige weinten vor Freude, als sie die Kugelschreiber in den Händen hielten.
Ein Blick hinter die Kulissen
Wie das oft so ist, war der Zustand der Schule alles andere als optimal. Undichtes Dach, beschädigte Wände, Löcher im Boden – das Bild, das sich Alexia bot, war traurig. Es fehlte an grundlegenden Dingen: Strom, Wasser, geeignete Möbel. Dennoch war sie entschlossen, hier etwas zu bewegen. Mit ihrem eigenen Geld, das sie von den Helios-Übernahme der Reisekosten abgehoben hatte, investierte sie in Renovierungen. In nur sieben Tagen und mit mehreren Millionen tansanischen Schilling, die sie zur Verfügung hatte, konnte sie Klassenzimmer wieder nutzbar machen, Wände streichen und das Dach reparieren. Zusammen mit einer anderen Helferin bereitete sie Unterrichtsmaterialien vor und druckte wichtige Seiten aus. Ein echter Kraftakt, der sich gelohnt hat!
Im Nachhinein stellte sich heraus, dass Alexia nicht nur für die Kinder da war, sondern auch für sich selbst. In ihrer Freizeit erkundete sie die atemberaubenden Landschaften Tansanias. Sie besuchte traditionelle Jäger und Sammler, beobachtete die Jagd mit Pfeil und Bogen und gönnte sich sogar eine Safari – alles, um die einzigartige Tierwelt, darunter Löwen und Elefanten, hautnah zu erleben. Die Begegnungen mit der Maasai-Kultur waren ein echtes Highlight, das sie mit nach Hause nehmen konnte.
Freiwilligenarbeit in Tansania
Für all jene, die von Alexias Geschichte inspiriert sind, gibt es viele Möglichkeiten, in Tansania aktiv zu werden. Als Volunteer kann man sich in verschiedenen Projekten engagieren, die sich vor allem um die Betreuung von Kindern drehen. Ob in Kinderkrippen, Kindergärten, Schulen oder Einrichtungen für Kinder mit Behinderungen – die Auswahl ist groß. Man kann selbst entscheiden, wo die Reise hingeht und welche Talente man einbringen möchte: von Musik über Sport bis hin zu kreativen Bastelideen. Auch für Studierende im Bereich soziale Arbeit oder Lehramt gibt es die Möglichkeit, den Einsatz als Praktikum anzuerkennen.
Das Engagement von Organisationen wie Projects Abroad ist dabei unverzichtbar. Die Organisation bietet zahlreiche Projekte in Arusha an, die von frühkindlicher Bildungsarbeit über Englischunterricht bis hin zu Aufklärungsarbeit zu Frauenrechten reichen. Bei der Arbeit vor Ort können Freiwillige nicht nur ihre Fähigkeiten einbringen, sondern auch die reichhaltige ostafrikanische Kultur hautnah erleben – sei es beim Besuch lokaler Märkte oder beim Kauf von handgefertigten Batik-Kunstwerken. Und für Abenteuerlustige gibt es selbstverständlich die Möglichkeit, den Mount Kilimandscharo zu besteigen oder in nahegelegenen Naturschutzgebieten auf Safari zu gehen.
Alexia hat ihre Zeit in Tansania nicht nur für die Kinder genutzt, sondern auch für sich selbst. Zum Abschied waren sie und die Lehrer des Kinderheims emotional berührt. Ein starkes Zeichen dafür, wie tief solche Erfahrungen gehen können. Sie plant bereits, im nächsten Jahr wieder nach Afrika zu reisen und weitere Hilfsprojekte zu unterstützen. Das Engagement, das sie zeigt, ist ein Lichtblick und ein Beispiel dafür, wie man mit einem offenen Herzen und einer Portion Mut die Welt ein kleines Stückchen besser machen kann.
