Der Reisehorizont der Deutschen hat sich in den letzten Jahren spürbar erweitert. Man könnte sagen, das Fernweh ist zum ständigen Begleiter geworden. Laut dem aktuellen Jahresbericht von eDreams ODIGEO mit dem Titel „A Year in Travel 2026“ haben sich die Präferenzen und Buchungsgewohnheiten der Reisenden stark verändert. Die Daten stammen aus einer umfangreichen Untersuchung, die Such-, Flug- und Hotelbuchungsdaten aus Deutschland sowie weiteren Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Spanien, Portugal, Italien und den USA berücksichtigt. Ein wichtiges Element dieser Analyse ist die weltweite Befragung, die interessante Einblicke in die Reisetrends bietet.

Was die Ziele angeht, führt Mallorca die Liste der meistgebuchten Reiseziele an, gefolgt von Barcelona und Istanbul. Auch London und die weiteren Top-10-Ziele wie Palma de Mallorca, Madrid, Paris, Lissabon, Athen und Wien sind in den Buchungen stark vertreten. Aber nicht nur die Buchungen sind aufschlussreich – die Suchanfragen zeigen ein starkes Interesse an Fernreisen, mit Bangkok als dem meistgesuchten Ziel auf Platz zwei, gefolgt von Tokio und New York City. Hier spiegelt sich eine gewisse Diskrepanz wider: Die Nachfrage nach exotischen Zielen wächst, während die Buchungen häufig in Europa bleiben.

Die deutsche Reisekultur im Wandel

Die Bedeutung der deutschen Reisenden ist unbestreitbar. So machen sie beispielsweise 17 % der Auslandsbuchungen in Spanien aus, was den zweiten Platz hinter Frankreich darstellt. Doch auch Italien, Großbritannien, Portugal, Frankreich und die USA sind beliebte Reiseziele für deutsche Urlauber. Innerhalb Deutschlands erfreuen sich Städte wie Berlin, München, Frankfurt, Düsseldorf und Hamburg größter Beliebtheit bei internationalen Gästen. Die Reisegewohnheiten verändern sich, und die Deutschen planen mehr Kurzreisen. Rund 96 % der Befragten geben an, mindestens einen Kurztrip im Jahr zu planen. Hamburg und Berlin stehen dabei ganz oben auf der Liste der Lieblingsstädte.

Ein weiteres spannendes Detail ist das Wachstum von Reisezielen auf der Südhalbkugel. Städte wie Durban, Melbourne und Kapstadt verzeichnen beeindruckende Wachstumsraten von bis zu 80 %. Dies könnte teilweise mit dem Start des Prime-Programms in Australien und Südafrika zusammenhängen. Auch bei den deutschen Reisenden zeigen sich interessante Entwicklungen: Basel-Mulhouse, Pisa und Rijeka sind mit jeweils 19 % Wachstum die neuen Hotspots. Und während die Deutschen eher im eigenen Land buchen, zeigen internationale Trends eine steigende Nachfrage nach Hotels in Städten wie Amsterdam, Prag und Düsseldorf.

Reisearten und -motive

Die Motive für Reisen sind vielfältig. Immer mehr Menschen entscheiden sich für Solo-Reisen, wobei Freiheit und die Möglichkeit zur Selbstfindung als Hauptgründe genannt werden. Die Beliebtheit von Social Media als Inspirationsquelle ist nicht zu unterschätzen – 42 % der Deutschen lassen sich durch Plattformen wie Instagram zu neuen Reisezielen anregen. Dabei sind es vor allem Geheimtipps abseits der ausgetretenen Pfade, die die Neugier wecken. Immerhin 31 % beziehen ihre Ideen aus diesen Quellen.

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Wenn wir uns die Reisetrends näher ansehen, zeigt sich ein klarer Hang zu „Coolcations“ – also Auszeiten in der Natur oder an Seen. 34 % der Reisenden ziehen eine solche Auszeit einem klassischen Strandurlaub vor. Auch Abenteueraktivitäten rücken mehr in den Fokus der Reisenden. Die Suche nach Erholung, neuen Erfahrungen und kulturellen Erlebnissen ist nach wie vor stark ausgeprägt. Laut einer Umfrage planen 95 % der Befragten Reisen als festen Bestandteil ihres Lebens. Es ist einfach unglaublich, wie wichtig das Reisen für die Menschen geworden ist!

Familien- und Sportreisen im Fokus

Besonders Familien scheinen das Reisen als wertvolle Erfahrung zu sehen. 94 % der Familien bekräftigen, dass Reisen für sie wichtig ist, und 87 % nutzen menschliche Quellen zur Planung. Spanien bleibt das beliebteste Ziel für Familienurlaube, während Deutschland mit seinen Ostsee- und Nordsee-Inseln immer noch sehr beliebt ist. Interessanterweise zeigt der Trend, dass bei Sportereignissen 34 % der Befragten bereit sind, innerhalb Deutschlands zu reisen, während 24 % auch ins Ausland reisen würden.

Für 2027 wird ein Anstieg der Reiseaktivitäten erwartet. Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft in Brasilien und die FIBA Basketball-Weltmeisterschaft in Katar sind nur zwei der Events, die das Reiseverhalten beeinflussen könnten. Auch die Sehnsucht nach Neuseeland bleibt groß – der Traum von diesem fernliegenden Land zieht viele an. Die Reisekultur entwickelt sich weiter, und es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Trends in den kommenden Jahren entwickeln werden.