Stellt euch vor, ihr seid in den Bergen Südtirols. Die bunten Blätter des Herbstes? Tja, die mussten jetzt Platz machen für eine winterliche Überraschung! So erging es auch der ehemaligen Biathletin Denise Herrmann-Wick und ihrem Mann Thomas, die sich in Toblach, einem malerischen Ort im Südtirol, auf einen herbstlichen Urlaub gefreut hatten. Statt milder Temperaturen und goldener Herbsttage überkam sie die weiße Pracht des ersten Schnees.

Denise, die mit einem breiten Grinsen auf Instagram die schneebedeckten Hänge und die beeindruckenden Gipfel teilte, ist diese weiße Wunderwelt nicht fremd. Schließlich hat sie als Biathletin, die 2022 mit Olympiagold im Einzel glänzte, mehr als genug Erfahrung im Schnee. Auf einem ihrer Bilder posiert sie mit Wanderstöcken auf einem verschneiten Bergpfad, und man sieht ihr an, dass sie diesen Anblick einfach liebt. „Eigentlich wollten wir nur noch ein bisschen Herbst genießen und haben schon den ersten Schnee erwischt“, so Thomas Wick, der die unerwartete Wetteränderung ganz entspannt kommentierte.

Von der Kindheit bis zum Olympiasieg

Die Wurzeln von Denise Herrmann-Wick sind tief im Erzgebirge verankert. In Bockau aufgewachsen, war der Weg zum Wintersport für sie kein Zufall. Ihr Vater, ein ehemaliger Handballer, brachte sie früh zum Skilanglauf. Bereits mit acht Jahren schnupperte sie Wettkampfluft und wechselte schließlich auf das Sportgymnasium in Oberwiesenthal, wo sie sich dem Wettkampftraining beim WSC Erzgebirge widmete. Das war der Startschuss für eine beeindruckende Karriere, die sie durch zahlreiche Höhen und Tiefen führte.

Ihr Weg war nicht ohne Herausforderungen. Nach einem positiven Dopingtest im Jahr 2007, der sie für ein Jahr sperrte, kämpfte sie sich zurück ins Geschehen. Doch das hielt sie nicht auf. 2014, bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi, durfte sie sich über eine Bronze-Medaille mit der Staffel freuen. Das Silberne Lorbeerblatt als Auszeichnung für ihre Erfolge war der Lohn für harte Arbeit und unzählige Stunden im Training.

Der große Olympiasieg und der Abschied

Ein ganz besonderer Moment folgte dann 2022: Denise überraschte die Welt, als sie in Peking das Einzelrennen über 15 Kilometer gewann. Ein Triumph, der ihre Karriere krönte und die emotionale Erleichterung, die sie verspürte, war in jedem ihrer Interviews deutlich spürbar. Aber wie es im Sport oft der Fall ist, auch die besten Karrieren neigen sich irgendwann dem Ende zu. Am 14. März 2023 gab sie mit einem weinenden und lachenden Auge ihr Karriereende bekannt. In ihrem letzten Weltcup am Holmenkollen konnte sie sogar noch den Sprint gewinnen – was für ein Abschluss!

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Jetzt genießt sie die Ruhe und die Schönheit der Natur ohne den Druck des Wettkampfs. Der Schnee in Toblach, der sie so herzlich empfängt, ist nicht nur eine Erinnerung an vergangene Zeiten, sondern auch ein Zeichen dafür, dass es im Leben immer wieder unverhoffte Wendungen gibt. Denise und Thomas, gut gelaunt in warmer Kleidung und Mütze, leben im Moment und lassen sich von der winterlichen Landschaft verzaubern. Das ist genau das, was sie jetzt brauchen – eine herbstauszeit in der schneebedeckten Bergwelt.