Die Urlaubszeit steht vor der Tür, und doch fühlen sich viele Niedersachsen in ihren Reiseplänen stark eingeschränkt. Die hohen Sprit- und Kerosinpreise, gepaart mit einer unsicheren weltpolitischen Lage, haben so manch einen Wanderlustigen zum Nachdenken gebracht. Laut einer Umfrage des NDR zeigen die Reaktionen auf die gestiegenen Kosten ein buntes Bild. Während einige, wie Christine Horn und Monika Schönhardt, ganz auf Urlaub verzichten, plant Peter Gerhard-Schader in diesem Jahr keine Flugreisen. Die steigenden Reisekosten scheinen viele in ihrer Urlaubsfreude zu bremsen.

Frank Krause berichtet von einer einzigen Reise, für die er 350 Euro mehr ausgeben muss. Jörg Koch hingegen hat sich entschieden, nur in die Nachbarländer zu verreisen und rechnet mit 500 Euro höheren Kosten. Wolfgang Suhr plant kürzere Strecken mit seinem Camper, was ihn zusätzliche 300 Euro kosten wird. Annette Sonnenburg hingegen hat sich etwas einfallen lassen und spart bei Kleidung und Freizeitaktivitäten, um weiterhin die Welt zu erkunden. Trotz aller Widrigkeiten bleibt Deutschland das beliebteste Reiseziel der Deutschen. Viele entscheiden sich, im Inland zu bleiben, um den steigenden Kosten zu entkommen.

Halten an den Urlaubsträumen fest

<pEs gibt jedoch auch Reisende, die sich von den gestiegenen Preisen nicht beirren lassen. Karin Bierkamp zum Beispiel plant, pro Person 10.000 Euro für ihren Urlaub auszugeben. Für sie ist der Traumurlaub unverzichtbar, egal, was die Weltlage gerade anstellt. Und tatsächlich, viele Niedersachsen berichten, dass die geopolitischen Entwicklungen keine Auswirkung auf ihre Reisepläne haben. Sie scheinen sich nicht von der unsicheren Weltlage beeinflussen zu lassen, auch wenn die Spritpreise seit dem Beginn des Iran-Kriegs massiv in die Höhe geschossen sind. Das belastet nicht nur Pendler, sondern auch die Reisekasse.

In der aktuellen Situation sind die Golfstaaten als Pauschalreiseziel weniger attraktiv geworden. Die Unsicherheiten und die steigenden Kosten schrecken viele ab. Eine interessante Entwicklung, die zeigt, wie eng unsere Reisepläne mit globalen Ereignissen verwoben sind. Der Iran-Krieg hat nicht nur Auswirkungen auf die Region selbst, sondern wirft auch Schatten auf den Tourismus in weit entfernten Ländern.

Ein Blick hinter die Zahlen

Wenn wir einen genaueren Blick auf das Reiseverhalten der Deutschen werfen, stellt sich heraus, dass seit 2012 das Institut für angewandte Sozialwissenschaft im Auftrag des Statistischen Bundesamtes Daten erhebt. Diese Erhebungen erfüllen gesetzliche Verpflichtungen gegenüber der Europäischen Union, die bereits seit 1996 bestehen. Die Ergebnisse der Erhebungen werden jährlich fortgeschrieben und sind in GENESIS-Online verfügbar. Das ist eine wertvolle Informationsquelle für alle, die sich für den Tourismus und das Reiseverhalten der Deutschen interessieren. Denn auch wenn die Weltlage unsicher ist, bleibt die Sehnsucht nach neuen Abenteuern und Erlebnissen bestehen, und diese Daten helfen, die Trends im Reiseverhalten zu verstehen.

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Mehr Informationen dazu gibt’s auch auf der Website des Statistischen Bundesamtes: Statistik über die touristische Nachfrage.