Reisen – für viele Deutsche ein unverzichtbarer Teil des Lebens. Laut einer aktuellen Yougov-Umfrage, die im Vorfeld des 27. Tourismusgipfels in Berlin durchgeführt wurde, empfinden 64% der Befragten Reisen als eine notwendige Auszeit vom Alltag. Und auch 50% sehen Urlaub als wichtigen Bestandteil ihrer Lebensqualität. Es ist also kein Wunder, dass viele von uns schon den nächsten Trip im Kopf haben! Doch die Realität sieht anders aus. Über 67% blicken skeptisch auf die globale Lage, was sich spürbar auf das Buchungsverhalten auswirkt. Wirtschaftliche Unsicherheiten scheinen die Reiselust zu dämpfen, und rund 40% der Befragten planen, 2026 bei ihren Reisen zu sparen, insbesondere ältere Menschen und Haushalte mit niedrigem Einkommen.

Diese Umfrage zeigt nicht nur, dass die Deutschen reisen wollen, sondern auch, dass sie zunehmend vorsichtiger werden. Geopolitische Konflikte und die allgemeine wirtschaftliche Lage zwingen viele dazu, ihre Reisepläne zu überdenken. 35% entscheiden sich häufiger für Reiseziele innerhalb Europas, während 22% lieber bekannte Destinationen besuchen. Und die Realität ist: 26% der Befragten verzichten zum Teil auf Reisen, vor allem Geringverdienende sind hier betroffen. Sicherheit und Verlässlichkeit werden für Reisende immer wichtiger. Flexible Buchungs- und Stornomöglichkeiten stehen ganz oben auf der Liste der Prioritäten.

Die Suche nach Stabilität

Die Unsicherheiten spiegeln sich auch in den geforderten Maßnahmen wider. Reisende wünschen sich von der Politik stabile wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen für die Tourismuswirtschaft. Vor allem der Schutz einkommensschwacher Personen vor Preissteigerungen und eine Ausweitung der Preisbremse bei Kraftstoffen stehen auf der Agenda. Aktives Engagement der EU zur Befriedung von Konflikten, wie dem Iran-Konflikt, ist ebenfalls ein wichtiges Anliegen.

Dennoch bleibt die Reisefrequenz hoch. Im Jahr 2025 unternahmen etwa 64% der Deutschen mindestens eine fünftägige Reise. Und fast jeder zweite Bürger reiste sogar mehrfach – das ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu vor zehn Jahren! Besonders Besserverdienende haben das Reisen für sich entdeckt, während Geringverdienende deutlich seltener unterwegs sind. Die durchschnittliche Reisedauer lag 2025 bei knapp 13 Tagen, stabil im Vergleich zu den Vorjahren. Die Urlaubskosten steigen jedoch: 1.636 € pro Person, fast 100 € mehr als im Vorjahr. Dennoch bleibt Deutschland die beliebteste Urlaubsregion, gefolgt von Bayern und Baden-Württemberg.

Die Auswirkungen auf die Reiseplanung

Die Umfrageergebnisse zeigen auch, dass für die Reisebranche Sicherheit, Planbarkeit und Vertrauen an Bedeutung gewinnen. Verlässliche Informationen zur Lage vor Ort und integrierte Absicherungen sind für viele Reisende ein Muss. Und die Sorgen um die eigene wirtschaftliche Zukunft beeinflussen die Reiseentscheidungen stark. Steigende Reisekosten sind der häufigste genannte Einflussfaktor, und viele Menschen möchten ihre Ausgaben im Urlaub besser im Griff haben.

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Die Reiselust der Deutschen bleibt also trotz aller Hürden bestehen. Zwei Drittel der Befragten planen, 2026 mindestens eine Reise zu unternehmen. Dabei wird Deutschland vielleicht etwas seltener besucht, aber die europäischen Nachbarn stehen hoch im Kurs. Nach all den Krisen ist es vielleicht gerade das Vertraute, was viele suchen. Und wer weiß, vielleicht wird der nächste Urlaub ja die ersehnte Auszeit, nach all den Herausforderungen des Alltags!