Heute ist der 21.05.2026 und in Warnemünde wird über die Zukunft des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern diskutiert. Die Branche steht unter Druck, das ist klar – Kriege, Krisen und Inflation sind alles andere als gute Begleiter in diesen Zeiten. Aber trotz aller Widrigkeiten bleibt Deutschland ein beliebtes Urlaubsziel, auch wenn die Kaufzurückhaltung der Urlauber spürbar ist. Ein Blick zurück auf 2025 zeigt: Über 33 Millionen Übernachtungen und etwa acht Millionen Gäste – das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte des Landes. Doch die Freude wird getrübt von einem anhaltenden Umsatzminus in der Branche, wie Lars Schwarz, der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes MV, berichtet. Sechstes Jahr in Folge geht es bergab und die Gäste geben einfach weniger Geld aus.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) beschreibt die Situation als angespannt. Sie hat sich für die Absenkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie stark gemacht, um der Hotellerie und Gastronomie unter die Arme zu greifen. Trotz der hohen Auslastung der Betten und der vollen Strände am ersten Mai-Wochenende – man denke nur an die frischen Brisen und den Geruch von Salzwasser – bleibt die Frage, wie lange die Branche diesen Druck aushalten kann. Die Energie-, Arbeits- und Einkaufskosten setzen den Betrieben enorm zu.

Ein Blick auf die Zahlen und die Stimmung

Die Umfrage der MV Tourismus GmbH zeigt, dass die Branche für Juli und August 2026 eine Auslastung von 80 bis 81 Prozent erwartet, was Hoffnung auf eine Erholung bedeutet. Aber die Unsicherheit über die hohen Spritpreise könnte das Reiseverhalten der Gäste stark beeinflussen. Peter Kranz, Geschäftsführer der MV Tourismus GmbH, spricht trotz allem von einer vorhandenen Urlaubsstimmung. Es ist wie ein Lichtblick am Horizont, auch wenn der Rückgang internationaler Gäste 2025 um 1,8 Prozent auf rund 965.000 Übernachtungen ein Dämpfer ist. Besonders aus den Niederlanden, Schweden und Dänemark gibt es weniger Besucher. Positiv hervorzuheben ist jedoch der Zuwachs aus Polen, Österreich, Tschechien und der Schweiz – das ist irgendwie eine schöne Wendung.

Die Gründung der MV Tourismus GmbH als Nachfolgeunternehmen des Tourismusverbandes MV soll helfen, die Werbung für das Land zu verbessern. Schließlich hat Mecklenburg-Vorpommern mit fast 2.000 Kilometern Ostseeküste und über 2.000 Seen eine Menge zu bieten. Schwesig hat bei der Tagung in Warnemünde betont, wie wichtig es ist, gemeinsam für das Urlaubsland zu werben. Und wenn wir schon bei Warnemünde sind: Die Region könnte sogar Austragungsort der Segelwettbewerbe bei einer deutschen Olympia-Bewerbung werden, eine Entscheidung darüber fällt am 26. September durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

Die Herausforderungen und die Sehnsucht nach Veränderung

Die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Kostensteigerungen bei Energie, Personal und Einkauf belasten die Gastronomie und Hotellerie enorm. Lars Schwarz hat der Ministerpräsidentin für ihre Unterstützung bei der Mehrwertsteuersenkung gedankt. Diese Maßnahme könnte ein kleiner Lichtblick sein, aber wie lange wird es dauern, bis wir die Früchte dieser Arbeit ernten können? Die Situation bleibt angespannt, und die Branche schaut hoffnungsvoll in die Zukunft. Man möchte die Sehnsucht nach Veränderung spüren, die in der Luft liegt. Die Menschen sind bereit zu reisen, aber sie müssen auch das Gefühl haben, dass es sich lohnt.

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Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat also einen langen Weg vor sich, voller Herausforderungen, aber auch voller Möglichkeiten. Wir sollten optimistisch bleiben und darauf hoffen, dass sich die Dinge bald zum Positiven wenden. Denn eines ist sicher: Die Sehnsucht nach einem unbeschwerten Urlaub am Meer bleibt bestehen.

All das und noch viel mehr erfährt man in einem Artikel von NDR und unsere-hotels.de.