Thailand startet „Thai Teaw Thai Plus“: 100 Millionen Euro für Inlandsreisen und Tourismusförderung bis 2027
Die thailändische Tourismusbehörde TAT hat große Pläne, um den Inlandstourismus aufzupeppen und den heimischen Markt anzukurbeln. Und zwar mit einem Vorschlag, der, wenn er genehmigt wird, gleich mal 3,5 Milliarden Baht (das sind etwa 100 Millionen Euro) in die Hände der Reisenden bringen soll. Mit dem Programm „Thai Teaw Thai Plus“ hofft man, bis 2027 rund 200.000 Thais für Reisen innerhalb des Landes zu begeistern. Der Hintergrund? Höhere Ölpreise und steigende Lebenshaltungskosten, die durch den Konflikt im Nahen Osten noch verstärkt werden. Thailand hat sich in der Vergangenheit stark auf importierte Energien verlassen, und das könnte jetzt wieder zu einer Herausforderung werden.
Die Idee ist einfach: Der Staat möchte die Kosten für Hotelübernachtungen übernehmen, und zwar mit einem Zuschuss von 1.500 Baht pro Nacht. Insgesamt sind eine Million Übernachtungen geplant – das heißt, jeder Teilnehmer könnte bis zu fünf Nächte in einem lizenzierten Hotel oder einer legalen Unterkunft genießen. Für die Ausgaben der Unterkünfte sind 1,5 Milliarden Baht eingeplant. Da kann man sich schon mal auf eine kleine Auszeit freuen, oder? Zudem sind bis zu 2 Milliarden Baht für digitale Gutscheine vorgesehen, die in Restaurants, Sehenswürdigkeiten oder bei Spas eingelöst werden können. Diese Gutscheine werden zur Hälfte vom Staat bezuschusst und könnten die Reisekasse ordentlich aufstocken!
Teilnehmer und Nutzung des Programms
Teilnehmen sollen mindestens 3.000 Tourismusbetriebe, darunter kleine und mittlere Unternehmen sowie innovative Start-ups. Die Anforderungen sind dabei recht klar: Kleine Hersteller dürfen höchstens 50 Beschäftigte haben oder einen Jahresumsatz von maximal 100 Millionen Baht generieren. Für Dienstleister und Einzelhändler gilt eine Obergrenze von 30 Beschäftigten oder bis zu 50 Millionen Baht Umsatz. Mittlere Unternehmen dürfen mehr Personal und Umsatz machen, während Start-ups nicht an solche Grenzen gebunden sind, solange sie ein innovatives Geschäftsmodell vorweisen können. Das klingt doch vielversprechend!
Die Anmeldung für Reisende soll von Januar bis Februar 2027 über die App „Paotang“ erfolgen, während die Tourismusbetriebe sich von Januar bis Juni registrieren können. Die Nutzung der Vergünstigungen soll dann von März bis Juni 2027 laufen – und die TAT rechnet mit einem wirtschaftlichen Aufschwung von 15,6 Milliarden Baht durch dieses Programm. Das sind nicht nur ein paar schöne Worte, sondern auch eine echte Chance für die Branche, die durch die Covid-19-Pandemie ganz schön leiden musste.
Herausforderungen und Kritiken
Doch nicht jeder ist begeistert von diesem Plan. Der thailändische Hotelverband kritisiert den vorgeschlagenen Starttermin, der in die Hochsaison fällt. Das könnte bedeuten, dass die Hotels, die ohnehin schon gut ausgelastet sind, unter Druck geraten, wenn zu viele Reisende gleichzeitig anreisen. Ein Vorschlag aus der Branche wäre, die Mittel eher in der Nebensaison zu verwenden, um die Auslastung gleichmäßiger zu gestalten. Immerhin lag die durchschnittliche Hotelauslastung im Juni bei nur 52 Prozent – da bleibt noch viel Spielraum nach oben!
Zusätzlich plant die Regierung, Zuschüsse für Inlandsflüge anzubieten: 400 Baht Rabatt für Flüge zu größeren Provinzen und bis zu 600 Baht für kleinere, weniger frequentierte Ziele. Auch hier hofft man, dass die Unterstützung etwa 200.000 Reisende erreichen wird. Die Zivilluftfahrtbehörde überwacht die Situation, da die Kerosinpreise steigen – und das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Ticketpreise. Das ganze Geflecht aus Preisen, Zuschüssen und Reisenden könnte also eine spannende Mischung ergeben.
Mal sehen, wie sich das alles entwickelt. Eines ist sicher: Die thailändische Tourismusbranche steht vor einer aufregenden Zeit, die viel Potenzial für Reisende und Unternehmen bietet. Die Frage bleibt, ob das Programm tatsächlich so umgesetzt wird, wie geplant. Wir sind gespannt, welche Neuigkeiten uns hier erwarten!
