Poznań, oder wie wir sagen: Posen, ist ein echter Geheimtipp in Polen! Mit rund 535.000 Einwohnern ist die Stadt die fünftgrößte des Landes und hat sich als kulturelles Zentrum etabliert. Wenn du in Berlin bist, hast du das Glück: Mehrmals täglich kommt der Zug und bringt dich in knapp drei Stunden direkt hierher. Also, auf ins Abenteuer!

Das Herz von Posen schlägt am Alter Markt, dem Stary Rynek. Dieser fast quadratische Platz, 141 Meter lang und umgeben von bunten Bürgerhäusern, strahlt eine lebendige Atmosphäre aus. Hier stehen auch vier Brunnen, die mit ihren Figuren – Proserpina, Mars, Apollo und Neptun – die Besucher in ihren Bann ziehen. Ein echter Hingucker ist das Renaissance-Rathaus, das zwischen 1550 und 1560 von Giovanni Battista Quadro umgebaut wurde. Und wenn du Glück hast, erlebst du um 12 Uhr das spektakuläre Schauspiel: Zwei Ziegenböcke stoßen auf dem Rathausturm zusammen. Das ist nicht nur für Kinder ein Spaß!

Geschichte und Kultur hautnah

Ein weiteres Highlight ist die Fara Poznańska, die barocke Pfarrkirche, die offiziell den Namen Kollegiatsbasilika Unserer Lieben Frau von der Immerwährenden Hilfe trägt. Sie zählt zu den bedeutendsten Denkmälern barocker Kunst in Polen. Im Inneren erwarten dich beeindruckende 16 große Säulen aus Kunstmarmor und die Orgel, die von Friedrich Ladegast erbaut wurde und über 2.579 Pfeifen besitzt. Ein echtes Erlebnis sind die Fara-Konzerte, die samstags um 12.15 Uhr stattfinden – unbedingt hingehen!

Die Dominsel, oder Ostrów Tumski, gilt als Wiege Polens. Hier entstand die erste Kathedrale, und 968 erhielt Polen sein erstes Bistum. Der Sarkophag und das Denkmal für Mieszko I. und seinen Sohn Bolesław Chrobry in der Goldenen Kapelle erzählen von düsteren Zeiten und glorreichen Momenten der Geschichte. Und das Kulturzentrum Porta Posnania, das 2014 eröffnet wurde, bietet mit seiner modernen Architektur einen spannenden Kontrast zur historischen Umgebung.

Genuss und Brauerei

Wer nach Posen kommt, sollte sich auch durch die zahlreichen Cafés und Restaurants rund um den Alten Markt schlemmen. Die Brovaria am Stary Rynek 73–74 braut eigenes Bier. Und dann gibt es da noch das Rogalowe Muzeum Poznania, wo du alles über die berühmten Martinshörnchen erfahren kannst. Diese Plunderteilchen, gefüllt mit Nüssen, sind ein wahrer Genuss und dürfen nur von qualifizierten Bäckern der Region hergestellt werden. Ein Muss, besonders am Martinstag!

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Die Warta, die durch Posen fließt, gehört zum Großpolnischen Ring und ist nicht nur zum Träumen schön, sondern auch ein Rückzugsort für viele Vogelarten. Am Fluss liegt der Nadwarciański-Landschaftspark, der für Naturliebhaber ein wahres Paradies ist. Hier kannst du die Seele baumeln lassen und die Ruhe genießen.

Moderne und Tradition vereint

Ein Besuch im Stary Browar, dem alten Brauereigelände, das jetzt als Einkaufs- und Kulturzentrum dient, ist ein weiteres Highlight. Hier kannst du nicht nur shoppen, sondern auch die beeindruckende Architektur der ehemaligen Brauerei bewundern. Und wenn du nach etwas Erholung suchst, ist der nahegelegene Malta-See genau das Richtige. Mit Thermalquellen und einer ganzjährig betriebenen Skianlage ist er ein Ort für Sport und Entspannung.

Posen ist wirklich mehr als nur eine Stadt; es ist ein Ort voller Geschichte, Kultur und einem Hauch von Abenteuer. Also pack deine Sachen und mach dich bereit für eine unvergessliche Reise!