Kreuzfahrtchaos: Stürme und Niedrigwasser bringen Reisende in Schwierigkeiten
Heute ist der 28.10.2026 und die Kreuzfahrtwelt steht Kopf. Ein Sturm, der sich gewaschen hat, hat die Pläne vieler Reisender durcheinandergeworfen. Die Mein Schiff 1 hat den für den 27. Oktober 2026 geplanten Anlauf in Miami kurzerhand gestrichen. Starke Winde und Springfluten, die in Miami und Umgebung Überschwemmungen verursachten, haben das Schiff dazu gezwungen, einen anderen Kurs einzuschlagen. Anstatt in die pulsierende Metropole zu steuern, fand sich das Schiff auf offener See wieder – ein geeigneter Ersatzhafen war einfach nicht in Sicht. Am 28. Oktober war bereits ein Seetag eingeplant, also wurde dieser kurzerhand genutzt, um dem Sturm zu entkommen.
Die Reise unter dem Titel „USA Ostküste & Karibiksonne“ war anfangs von Bayonne über Port Canaveral nach Miami und weiter nach San Juan in Puerto Rico geplant. Nun soll San Juan bereits am 29. Oktober erreicht werden, ein Tag früher als ursprünglich vorgesehen. Ob die Mein Schiff 1 dort über Nacht bleibt, um den Reisenden etwas mehr Zeit auf dieser bezaubernden Karibikinsel zu gönnen, oder ob sie direkt zu einem anderen Ziel weiterfährt – das bleibt noch offen. Fest steht nur, dass die Reise am 6. November in La Romana endet und die Gäste am 9. November Montego Bay erreichen.
Sturm und Schiffschaos
Doch die Mein Schiff 1 ist nicht das einzige Schiff, das von den heftigen Wetterbedingungen betroffen ist. Auch die MSC Preziosa hat ihren Kurs ändern müssen. Der geplante Gästewechsel von Hamburg nach Bremerhaven wurde wegen stürmischen Wetters verlegt. Das Schiff lag bereits am Samstagabend in Bremerhaven, was bedeutete, dass die An- und Abreise der Passagiere entsprechend angepasst werden musste. Die Abfahrt verzögerte sich zudem nach einer Kollision der „Mein Schiff 3“ mit zwei Containerschiffen.
Die Mein Schiff 3 war ebenfalls in Schwierigkeiten und musste eine 20-tägige Kanaren-Kreuzfahrt vollständig absagen, nachdem sie in Bremerhaven kollidiert war. Es ist wirklich ein Schreckensszenario für die Passagiere – zum Glück gab es keine Verletzten, aber die 2.428 Reisenden mussten dennoch ihre Heimreise antreten. Auch die AIDAluna und die AIDAperla mussten ihre Routen anpassen, da Sturmtiefs für weitere Hafenstreichungen sorgten.
Niedrigwasser und seine Folgen
Auf der anderen Seite können die Flusskreuzfahrten in den nächsten Monaten mit einem neuen Problem kämpfen: Niedrigwasser. Viele Reisen auf dem Rhein, der Donau und der Mosel sind betroffen. Es ist kaum zu fassen, dass einige Schiffe nicht anlegen können, weil die Pegelstände einfach zu niedrig sind. Stattdessen finden die Passagiere sich in einer chaotischen Situation wieder, in der Ein- und Ausschiffungshäfen verlegt werden und Gäste per Bus transportiert werden müssen.
Die Bundesanstalt für Gewässerkunde hat die Niedrigwasserlage als extrem und ungewöhnlich früh eingestuft. Am Donaupegel Hofkirchen wurde vor kurzem der niedrigste Wasserstand registriert. Ein vollständiger Stillstand der Flusskreuzfahrt steht zwar nicht bevor, aber der organisatorische Aufwand für die Anbieter nimmt zu. Die Situation könnte sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen, wenn nicht bald ergiebige Niederschläge die Wasserstände wieder anheben.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Kreuzfahrtbranche in diesen Tagen auf eine harte Probe gestellt wird. Stürme und niedrige Wasserstände machen das Reisen zu einer echten Herausforderung, und die Reisenden müssen sich auf unerwartete Änderungen einstellen. Es bleibt zu hoffen, dass sich das Wetter bald beruhigt und die Schiffe wieder sicher ihre Routen fahren können – denn nichts ist schöner, als die Wellen der Karibik oder die sanften Strömungen der Flüsse zu genießen.
