Kinopremiere von „La Graciosa – Kanarische Träume“ im Lichtwerk Bielefeld mit Regisseur Dirk Szuszies
Ein ganz besonderer Filmabend steht vor der Tür! Am 2. November 2026 wird im Lichtwerk in Bielefeld die Kinopremiere von „La Graciosa – Kanarische Träume“ gefeiert. Von 18:30 bis 20:30 Uhr können die Besucher die kleine, kaum bekannte kanarische Insel La Graciosa entdecken. Regisseur Dirk Szuszies wird persönlich vor Ort sein und mit den Zuschauern über die bewegenden Geschichten sprechen, die die Filmemacher Karin Kaper und er über die Insel und ihre Bewohner festgehalten haben.
La Graciosa, eine der acht bewohnten Inseln der Kanaren, ist ein wahres Juwel im Atlantischen Ozean. Sie gehört zum Chinijo-Archipel und liegt nördlich von Lanzarote, nur durch die schmale Meerenge „El Río“ getrennt. Mit einer Fläche von nur 29,05 km² – das sind gerade mal 0,39 % der gesamten Kanarischen Inseln – ist sie zwar klein, hat aber eine große Geschichte. Die Regisseure Kaper und Szuszies sind seit über 30 Jahren mit der Insel verbunden und zeigen in ihrem Film die Veränderungen, die sie miterlebt haben. Der Film erzählt die Geschichte des einst armen Fischerdorfs Caleta de Sebo, das sich zunehmend vom Tourismus prägen lässt.
Einblicke in das Leben auf La Graciosa
Caleta de Sebo, das einzige bewohnte Dorf der Insel, hat rund 600 Einwohner. Hier leben starke Frauen, die eine zentrale Rolle im Alltag spielen, und Menschen, die sich in die Insel verliebt haben und dort ein neues Leben beginnen wollten. Die Filmemacher haben über die Jahre ein tiefes Vertrauen zu den Bewohnern aufgebaut und zeigen deren Lebensfreude und den unermüdlichen Widerstandsgeist – trotz der Konflikte, die zwischen den Bedürfnissen der Natur- und Umweltschützer und den wirtschaftlichen Interessen der Einheimischen bestehen.
Der Film thematisiert wichtige gesellschaftliche Fragen: von der Gleichstellung der Frau über den Klimawandel bis hin zum Verlust von Traditionen. So wird ein eindrucksvolles Bild der kommunalen Selbstverwaltung und des sozialen Miteinanders gezeichnet. Dabei wird klar, wie wichtig die Anerkennung der Lebensleistung älterer Menschen in dieser Gemeinschaft ist. Besonders berührend sind die persönlichen Lebensgeschichten, die in den Film eingeflochten sind. „La Graciosa – Kanarische Träume“ ist also nicht einfach eine Reisereportage, sondern eine berührende Dokumentation, die zum Nachdenken über verantwortungsvolles Reiseverhalten anregt.
Ein Besuch, der sich lohnt
La Graciosa selbst ist ein Ort voller Kontraste. Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und bietet mit Erhebungen wie den Las Agujas Grandes (266 m) und Las Agujas Chicas (257 m) atemberaubende Ausblicke. Die Strände, wie die Playa de Las Conchas, sind zwar wunderschön, allerdings aufgrund der gefährlichen Strömungen nicht zum Baden geeignet. Wer die Insel erkunden möchte, kann dies zu Fuß tun – es gibt keine asphaltierten Straßen und nur einige Geländewagen der Einheimischen sind zugelassen. Stattdessen laden unbefestigte Wege zu Entdeckungstouren ein.
Die klimatischen Bedingungen sind mediterran-subtropisch, mit angenehmen Sommertemperaturen um die 28 °C und kühlen Nächten, die auf etwa 15 °C sinken können. Trinkwasser wird über eine Pipeline von Lanzarote herangeschafft, da es auf La Graciosa keine natürlichen Süßwasserquellen gibt. Die Einwohner leben hauptsächlich vom Tourismus und Fischfang, und die Anreise von Lanzarote nach Caleta de Sebo dauert nur etwa 25 bis 30 Minuten mit der Fähre.
Wenn das Wetter mitspielt, ist die Kulisse am 2. November im Lichtwerk nicht nur ein Fest für die Sinne, sondern auch eine Einladung, sich mit der Schönheit und den Herausforderungen von La Graciosa auseinanderzusetzen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich diesen Filmabend nicht entgehen lassen!
Für weitere Informationen über den Film und das Lichtwerk-Kino können Interessierte die Website arthousekinos-bielefeld.de besuchen oder sich direkt an das Kino unter post@lichtwerkkino.de wenden.
