Wenn man von der Andraschko Kaffeemanufaktur hört, denkt man sofort an die beiden Köpfe dahinter: Elisabeth und Willy Andraschko. Seit über 20 Jahren tüfteln die beiden an ihren Röstungen, die nicht nur in Berlin, sondern auch in bekannten Restaurants wie dem Rutz, der Paris Bar oder dem Grill Royal auf die Tische kommen. Ihre Reise begann jedoch bereits 1979, als Willy in ein Kaffeehaus in Wien einstieg, das sich schnell zu einem kulturellen Dreh- und Angelpunkt für Schriftsteller, Musiker und Künstler entwickelte. In den 90er-Jahren packte das Paar die Lust, selbst zu rösten, als sie feststellten, dass die angebotenen Kaffees ihrer Meinung nach nicht den nötigen Anspruch hatten.

Die ersten Schritte in die Welt des Kaffeeröstens führten sie nach Italien, wo sie ein tiefes Verständnis für die Kunst des Espressos entwickelten. Andrea Trinci, ein Meister seines Fachs, gab ihnen die nötigen Impulse, um sich mit Herkunft, Blending und Röstung auseinanderzusetzen. Daraus erwuchs schließlich ihre eigene Rösterei in Berlin, die heute zu den größten Specialty-Coffee-Röstereien Deutschlands zählt. Und trotz dieser Dimension bleibt die Manufaktur handwerklich geprägt; hier tüfteln Mitarbeitende an neuen Rezepten, beobachten, probieren und verfeinern, bis das perfekte Aroma erreicht ist.

Die Kunst des Röstens

In Tempelhof, umgeben von einer kreativen Atmosphäre, entstehen so ausbalancierte Blends und charaktervolle Single Origins. Monatlich rösten die Andraschkos etwa 20 Tonnen Kaffee. Das Sortiment umfasst ganze 27 verschiedene Kaffees aus 15 Ländern – ein wahres Fest für die Sinne! Die Herkunftsschwerpunkte dieser Rösterei sind Brasilien und Guatemala, und die häufigsten Geschmacksnoten sind Caramel, Chocolate und Nuts. Wer einmal die Gelegenheit hat, den Brazil Fazenda Vereda oder den Colombia Finca La Costa zu probieren, wird die Vielfalt und die hohe Qualität der Produkte nur zu gut nachvollziehen können.

Die jahrelange Erfahrung im fairen Direkthandel, der seit 2006 besteht, ermöglicht es dem Paar, enge persönliche Kontakte zu den Kaffeefarmern zu pflegen. Das ist nicht nur gut für die Qualität der Bohnen, sondern sorgt auch für ein gutes Gewissen beim Genuss. Und wie es sich gehört, hat auch jeder der beiden seine eigenen Stilvorlieben: Elisabeth orientiert sich nach dem Tagesplan, während Willy locker nach seiner Stimmung entscheidet, was er anzieht – eine kleine, aber feine Reflexion ihrer Individualität!

Ein bisschen Wiener Flair in Berlin

Die Wiener Einrichtung hat auch ihren Platz in der Kaffeemanufaktur gefunden. Es ist eine Verbindung von Tradition und Innovation, die sich in jedem Schluck widerspiegelt. Im Gespräch kommt auch der Künstler Martin Kippenberger zur Sprache, dessen Einfluss in der kreativen Szene Berlins nicht zu leugnen ist. Und dann gibt es da noch die Anekdote über einen Fehlkauf in Madrid – das sind die kleinen Geschichten, die den Alltag der Andraschkos so lebendig machen.

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In einer Stadt wie Berlin, wo die Kaffeekultur boomt, ist es ein wahres Geschenk, dass es Unternehmen wie die Andraschko Kaffeemanufaktur gibt. Hier wird nicht nur Kaffee geröstet, hier wird eine Leidenschaft gelebt. Und das schmeckt man! Wie viele andere Röstereien in der Stadt – zu nennen wären hier Barcomi’s Kaffeerösterei & Deli oder Bonanza Coffee Roasters – steht auch die Andraschko Kaffeemanufaktur für Qualität und Handwerkskunst, die den Kaffeegenuss auf ein neues Level heben.