Ein Hauch von Abenteuer und jede Menge Fernweh – so könnte man den Reisevortrag von Lidija Pejković zusammenfassen, der am 19. Oktober 2026 im Theater der Stadtbibliothek Solin stattfand. Die erfahrene Bergsteigerin und leidenschaftliche Reisende entführte ihr Publikum in die Weiten Asiens, genauer gesagt in die faszinierenden Länder Mongolei, China und Kasachstan. Mit beeindruckenden Fotografien und lebendigen Erzählungen ließ sie die Zuhörer an ihren Erlebnissen teilhaben. Es war ein Abend voller spannender Geschichten, die nicht nur Informationsgehalt, sondern auch eine Portion Emotionen mit sich brachten.

Für Lidija Pejković war die Reise in die Mongolei der Verwirklichung eines lang gehegten Traums. Sie schilderte die atemberaubenden Steppen, die einen mit ihrer besonderen Stille umhüllen, und erzählte von der einzigartigen mongolischen Kultur, die das harmonische Zusammenleben von Menschen und Tieren widerspiegelt. Besonders eindrucksvoll waren ihre Schilderungen über Fahrten abseits befestigter Straßen, die sie mit Lastwagen, Kamelen und Pferden unternahm. Übernachtungen in traditionellen Jurten sorgten nicht nur für ein authentisches Erlebnis, sondern auch für unvergessliche Erinnerungen.

Ein geschichtlicher Rückblick

Die Mongolei hat auch eine dunkle, aber faszinierende Geschichte, die eng mit der Region Solin verknüpft ist. Im Jahr 1242 erreichten mongolische Truppen während ihrer Eroberungszüge Kroatien und verfolgten den ungarischen König Béla IV. bis in die fruchtbaren Gebiete des Jadro. Diese historischen Ereignisse sind nicht nur Teil der mongolischen Eroberungen, die unter dem Begriff Mongolensturm bekannt sind, sondern zeigen auch, wie weit die Auswirkungen dieser Expansion reichten. Der Mongolensturm, der im 13. Jahrhundert begann, führte zu massiven Zerstörungen, als die Mongolen große Teile Asiens und Europas unterwarfen.

Mit einem Heer unter dem Kommando von Batu Khan, einem Enkel Dschingis Khans, griffen die Mongolen europäische Fürstentümer an und verwüsteten Städte wie Moskau und Kiew. Die Belagerung von Kiew im Jahr 1240 endete in einem Blutbad, das die Stadt in Schutt und Asche legte. Solche Gräueltaten waren nicht untypisch für die mongolischen Eroberer, die oft psychologische Kriegsführung einsetzten, um ihre Gegner in Angst und Schrecken zu versetzen. Diese Taktiken waren äußerst effektiv und führten dazu, dass viele Städte sich ohne Widerstand ergaben.

Von der Mongolei nach Kasachstan

Nach ihrem Abenteuer in der Mongolei zog es Pejković weiter nach Peking und schließlich nach Kasachstan. Besonders die majestätischen Berge Kasachstans hinterließen bei ihr einen bleibenden Eindruck. Sie schilderte, wie unterschiedlich die Landschaften und Kulturen in diesen Ländern sind und wie jede Region ihren ganz eigenen Charakter hat. In Kasachstan erlebte sie die schroffen Berglandschaften, die mit ihrer unberührten Natur und der weiten Sicht auf die Gipfel zum Staunen einluden. Es war eine Reise durch die Zeit, die alte Traditionen mit modernen Einflüssen vereinte und Pejković dazu inspirierte, die Vielfalt dieser Regionen noch intensiver zu erkunden.

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Die Veranstaltung im „Teatrin“ war mehr als nur ein einfacher Vortrag. Sie war ein Fenster in eine Welt, die für viele unzugänglich bleibt, eine Einladung, die eigenen Grenzen zu überschreiten und die Schönheit der Natur sowie die Tiefe der Kulturen zu entdecken. Lidija Pejković hat mit ihrem Vortrag nicht nur Geschichten erzählt, sondern auch das Fernweh in den Herzen der Zuhörer entfacht. Wer weiß, vielleicht inspiriert sie den einen oder anderen dazu, selbst die Koffer zu packen und sich auf eine Reise ins Unbekannte zu begeben.