Zukunftsvisionen im Schwarzwald: Wie die DHBW Lörrach den Tourismus revolutioniert
Heute ist der 12.06.2026 und ich befinde mich mitten in der faszinierenden Welt des Tourismus, speziell im Schwarzwald und am Oberrhein. Diese Region hat eine lange Tradition als beliebtes Urlaubsziel. Doch in den letzten Jahren hat sich einiges verändert. Der Leiter des Studiengangs BWL Touristik an der DHBW Lörrach, Valentin Weislämle, spricht in einem Interview über die Herausforderungen, denen sich der Tourismus gegenübersieht. Globalisierung, die Klimakrise und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie beeinflussen das Reiseverhalten der Menschen. Wenig überraschend, dass der Ferientourismus jetzt an erster Stelle steht. Geschäftliche Reisen sind stark zurückgegangen, was für viele Unternehmen eine echte Herausforderung darstellt.
Ein spannender Trend, den Weislämle anspricht, ist die sogenannte „Workation“. Das heißt, Arbeiten an einem schönen Ort, der gleichzeitig Erholung bietet. Wer möchte nicht mal von einem Berggipfel aus seine E-Mails beantworten oder in einem gemütlichen Ferienhaus an einem See an einem Projekt arbeiten? Diese neue Art des Reisens wird immer beliebter und könnte der Schlüssel zur Wiederbelebung des Tourismus sein. Die DHBW Lörrach, die seit über 20 Jahren Führungsnachwuchs für die Region ausbildet, hat das erkannt und setzt auf praxisnahe Projekte, die Studierende und Unternehmen zusammenbringen.
Akademische Unterstützung für den Tourismus
Die DHBW Lörrach bildet nicht nur Fachkräfte aus, sondern engagiert sich aktiv in der regionalen Tourismusentwicklung. Fast drei Viertel der Partnerbetriebe sind regional verankert, was den Austausch zwischen Theorie und Praxis enorm fördert. Die Branche benötigt zunehmend gut ausgebildete Akademiker, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, besonders im Hinblick auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit. In den Studiengängen wird umfassend auf diese Themen eingegangen, und die Studierenden erhalten im dritten Jahr sogar 100 Vorlesungsstunden zu Nachhaltigkeit. Das ist nicht nur zukunftsorientiert, sondern auch notwendig – denn die Natur und die Menschen vor Ort sind auf eine verantwortungsvolle und nachhaltige Tourismusentwicklung angewiesen.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Internationalisierung. Mehr als die Hälfte der Studierenden verbringt ein Semester im Ausland, was nicht nur ihre interkulturellen Kompetenzen fördert, sondern auch den Austausch von Ideen und Konzepten. Die DHBW ist sogar in Forschungsprojekte in Afrika involviert, wo nachhaltige Tourismuskonzepte entwickelt werden. Diese Zusammenarbeit mit afrikanischen Hochschulen ist wertvoll und zeigt, wie wichtig der globale Austausch in der heutigen Zeit ist.
Nachhaltigkeit und regionale Zusammenarbeit
Nachhaltigkeit wird nicht nur in der Theorie behandelt, sondern durch Kooperationen mit regionalen Reiseveranstaltern aktiv gefördert. Diese werden in Projekte integriert, um nachhaltige Tourismus-Produkte zu entwickeln, die sowohl den Gästen als auch der Region zugutekommen. Hier zeigt sich, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen und der Wirtschaft entscheidend ist, um die Herausforderungen des modernen Tourismus zu meistern.
Die Veränderungen im Tourismus sind also nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen. Der Schwarzwald wird zunehmend als Gewinnerregion des Klimawandels betrachtet, was einen Trend hin zu Urlaub im eigenen Land begünstigt. Die Menschen schätzen die Natur und die Erholung, die diese Region bietet. Wenn wir uns dessen bewusst sind und die richtigen Schritte unternehmen – wie die DHBW Lörrach es tut – können wir eine nachhaltige und erfolgreiche Zukunft für den Tourismus schaffen.
Für alle, die eine Auszeit vom Alltag suchen, könnte der Schwarzwald die perfekte Wahl sein. Hier wird nicht nur Erholung großgeschrieben, sondern auch die Möglichkeit, aktiv an einer positiven Entwicklung in der Region teilzuhaben. Die Zukunft des Tourismus liegt in unseren Händen – und die DHBW Lörrach zeigt, wie man es richtig macht. Wer mehr über die Ansätze der DHBW erfahren möchte, kann das Interview mit Valentin Weislämle nachlesen und sich inspirieren lassen.
