Die Reisezeit steht vor der Tür, und viele von uns träumen schon von Sonne, Strand und Meer. Doch in der aktuellen Lage gibt es einige Faktoren, die bei der Urlaubsplanung bedacht werden sollten. Die Kerosinpreise, die durch den Irankrieg gestiegen sind, beeinflussen nicht nur die Kosten für Flüge, sondern auch die gesamte Reisewirtschaft. Aktuell liegen die Preise für Kerosin etwa doppelt so hoch wie vor dem Konflikt. Urlauber, die jetzt eine Reise buchen, sollten sich auf höhere Kosten einstellen, während diejenigen, die bereits gebucht haben, in der Regel keine Preiserhöhungen befürchten müssen. Laut Deutschlandfunk sind Preisanpassungen für bestehende Buchungen bei vielen Anbietern, wie Tui und Dertour, ausgeschlossen.
Wer seine Reise bereits gebucht hat, kann aufatmen: Preisanpassungen sind – sofern nicht anders in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen vermerkt – bei Pauschalreisen nicht möglich. Bei Einzelleistungen, wie Flügen, sind nachträgliche Preiserhöhungen in der Regel auch nicht zulässig. Ein kleiner Lichtblick in diesem Preiskrieg: Verbraucher haben ein Recht auf Information. Preiserhöhungen müssen spätestens 21 Tage vor Abreise kommuniziert werden. Und sollte der Preis um mehr als 8% steigen, steht den Reisenden die Möglichkeit der kostenlosen Stornierung offen. Aber natürlich gibt es da auch einige Ausnahmen und Feinheiten zu beachten.
Rechtliche Rahmenbedingungen und Unterstützung
Die Verbraucherzentrale bietet hier wertvolle Unterstützung. Egal, ob es um Rechtsfragen oder finanzielle Angelegenheiten geht, die Beratung über 0900er-Nummern kann eine gute Anlaufstelle sein. Kosten für ein Gespräch liegen bei etwa 13,70 Euro, und die Abrechnung erfolgt sekundengenau – also nur für die tatsächliche Gesprächszeit. Die Mitarbeiter sind überwiegend Juristen, und die durchschnittliche Gesprächszeit beträgt etwa sechs Minuten. Das klingt doch machbar, oder? Gut zu wissen: Ansagen vor der Verbindung sind kostenlos, und die Kosten erscheinen erst etwa vier Wochen später auf der Telefonrechnung unter „dtms Nexnet“.
Wenn wir schon bei Reiserechten sind, ein kurzer Blick auf die Airlines: Steigende Kerosinkosten führen unweigerlich zu höheren Flugpreisen. Air France-KLM hat beispielsweise angekündigt, Langstrecken-Economy-Tickets um 50 Euro pro Hin- und Rückflug zu erhöhen. Auch Lufthansa und Ryanair warnen vor Preissteigerungen. Laut Tagesschau steigen die Treibstoffkosten um 29 Euro pro Passagier für Flüge innerhalb Europas. Das ist schon ein ordentliches Sümmchen! Und auch hier gilt: Bei Pauschalreisen dürfen die Veranstalter die Preise bis zu 8% erhöhen, wenn dies vertraglich vorgesehen ist.
Ein weiterer Punkt, der nicht unerwähnt bleiben sollte: Bei Annullierungen von Flügen weniger als 14 Tage vor Abreise besteht ein Anspruch auf Entschädigung – sofern keine Umbuchung angeboten wird. Das gilt auch für Pauschalreisen, wo es zum Glück einen gesetzlichen Insolvenzschutz gibt. Bei Insolvenz einer Airline kann es hingegen schwierig werden, den Ticketpreis zurückzubekommen. Also: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich auch bei Unterkünften und Mietwagen nach flexiblen Stornobedingungen umsehen.
So, jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Preise sich stabilisieren und wir unseren wohlverdienten Urlaub ohne große Überraschungen genießen können. Ein bisschen Planung und Information schadet nie – und wer weiß, vielleicht klappt es ja mit dem Traumurlaub an der Küste oder in den Bergen! Auf jeden Fall: Gute Reise!