Die Thüringer Delegation unter der Leitung von Ministerpräsident Mario Voigt hat am Samstag zu einer einwöchigen Reise nach Indien aufgebrochen. Die Gruppe, bestehend aus 60 Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, landete am Sonntagmorgen in Delhi. Das Hauptziel dieser Reise? Die Verbesserung der Wissenschafts- und Wirtschaftskontakte zwischen Thüringen und Indien – ein ambitioniertes Vorhaben, das in diesen Zeiten besonders wichtig ist.
Mit dem kürzlich beschlossenen Freihandelsabkommen zwischen der EU und Indien, das seit Januar in Kraft ist, fallen die Zölle auf viele europäische Waren. Dies eröffnet neue Horizonte für Thüringer Produkte. Letztes Jahr konnte Thüringen bereits Waren im Wert von 189 Millionen Euro nach Indien exportieren. Das sollte doch ein Anreiz sein, nicht wahr? Die Delegation hat die Hoffnung, dass die Exportrate nicht nur steigt, sondern dass auch indische Unternehmen in Bereichen wie Photonik, Halbleitertechnologien, Medizintechnik, Künstliche Intelligenz und Maschinenbau auf Thüringen aufmerksam werden.
Von Delhi nach Bangalore: Eine Reise durch Innovation
Die Reise ist nicht nur ein Schaufenster für Thüringer Produkte, sondern auch ein Weg, um qualifizierte indische Fachkräfte zu gewinnen. Ministerpräsident Voigt wird zahlreiche Minister treffen, darunter den Bundesminister für Unternehmertum sowie die Ministerpräsidentin der Hauptstadtregion Delhi. Gesundheitsministerin Katharina Schenk hat zudem Gespräche in einer indischen Pflegeschule geplant. Das Goethe-Institut in Delhi wird dabei helfen, die Verbindung zu Fachkräften vor Ort zu stärken.
In der Mitte der Woche wird die Delegation von Delhi nach Hyderabad und dann nach Bangalore weiterreisen. Diese beiden Städte sind nicht nur wichtige Innovationsstandorte Indiens, sondern auch Hotspots für die Tech-Industrie. Besuche bei Skyroot Aerospace und dem indischen Raumfahrtzentrum sind ebenfalls auf der Agenda. Hier will Thüringen seine Expertise in Optik und Photonik einbringen und eine Kooperation mit einem führenden indischen Forschungsinstitut der Technischen Universität Ilmenau anstoßen.
Ein historisches Abkommen im Hintergrund
Das Freihandelsabkommen, das die EU und Indien kürzlich politisch vereinbart haben, wird als historisch betrachtet. Ministerpräsident Voigt und Wirtschaftsministerin Colette Boos-John haben die Einigung begrüßt – das Ziel ist eine Diversifizierung der Handelsbeziehungen und die Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität Europas. Mit etwa 1,8 Milliarden Verbrauchern und einem Viertel des weltweiten BIP könnte dieses Abkommen auch für Thüringen von enormer Bedeutung sein.
Die EU-Kommission schätzt, dass durch dieses Abkommen Einsparungen von vier Milliarden Euro bei Zöllen auf europäische Waren möglich sind. Wenn das alles so klappt, könnte die Wirtschaftsleistung der EU um 22 Milliarden Euro pro Jahr steigen. Das klingt nach einer echten Win-Win-Situation, oder? Deutschland exportiert derzeit Waren im Wert von 17 Milliarden Euro nach Indien, und Thüringen trägt dazu mit 180 Millionen Euro bei. Man könnte fast sagen, die Zukunft sieht rosig aus, zumindest wenn alles nach Plan verläuft.
Die Delegation, die diese bedeutende Reise unternimmt, hat also große Ziele vor Augen. Die Möglichkeiten, die sich hier eröffnen, sind vielversprechend – sowohl für die Thüringer Wirtschaft als auch für die indischen Partner. Es bleibt spannend, wie sich die Beziehungen weiterentwickeln werden, und wir dürfen gewiss auf die nächsten Schritte dieser Kooperation gespannt sein.
Für weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung zu Veranstaltungen rund um die Delegationsreise besuchen Sie bitte die Webseite hier.
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Die Quelle für die ersten Informationen ist hier zu finden.