Der Hoan-Kiem-See in Hanoi, auch liebevoll Ho Hoan Kiem genannt, ist nicht nur ein Ort, sondern ein echtes Herzstück dieser pulsierenden Stadt. Umgeben vom gleichnamigen Bezirk Hoan Kiem, liegt der See im historischen Zentrum und zieht sowohl Einheimische als auch Touristen magisch an. Es ist wirklich beeindruckend, wie dieser Ort, der als „Herz Hanois“ bezeichnet wird, in den frühen Morgenstunden im Dunst schimmert. Quelle
Die Legende des Ho Hoan Kiem, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, erzählt von einem magischen Schwert, das Kaiser Lê Lợi von einer goldenen Schildkröte erhielt. Mit diesem Schwert kämpfte er gegen die chinesische Ming-Dynastie – und gewann! Nach dem Siegeszug kehrte die Schildkröte zurück, forderte das Schwert zurück, und das Schwert verwandelte sich in einen jadefarbenen Drachen. Was für eine Geschichte! Der See ist also nicht nur ein schöner Anblick, sondern auch ein Symbol für Freiheit und Unabhängigkeit. Quelle
Ein Ort der Geschichte und Kultur
Wusstest du, dass der Hoan-Kiem-See ein Überrest des Roten Flusses ist und bereits in der Ly- und Tran-Dynastie als königliches Areal diente? Unter französischer Kolonialverwaltung erhielt der See seine heutige Ufergestaltung. Ein Spaziergang entlang des Ufers ist kostenlos und bietet einen herrlichen Blick auf einige der markantesten Sehenswürdigkeiten, wie den Thap Rua, den Schildkrötenturm. Dieser ist ein Gedenkbau aus dem 19. Jahrhundert und wird bis heute als Wahrzeichen Hanois verehrt. Quelle
In der Mitte des Sees liegt der Ngoc-Son-Tempel, dem General Tran Hung Dao gewidmet. Hier kann man die Ruhe und die spirituelle Atmosphäre genießen, während man durch die kunstvollen Schreine schlendert. Wenn du Glück hast, triffst du vielleicht sogar auf Einheimische, die am Morgen Tai-Chi praktizieren oder einfach nur die frische Luft genießen. Die Brücke The Huc, auch „Brücke der aufgehenden Sonne“ genannt, verbindet den Tempel mit dem Ufer und bietet ein beliebtes Fotomotiv. Ihre rote Holzstruktur strahlt eine gewisse Magie aus, vor allem, wenn die Abendlichter beginnen, den See in ein warmes Licht zu tauchen.
Ein lebendiger Treffpunkt
Besonders am Wochenende verwandelt sich die Umgebung des Hoan-Kiem-Sees in eine Fußgängerzone voller Leben. Straßenmusik, Märkte und das Lachen von Menschen, die sich versammeln, um die Atmosphäre zu genießen – das ist einfach ein Erlebnis! Hier kann man die Aromen der lokalen Küche spüren – der Duft von Pho und Bánh Mì weht durch die Luft und macht Appetit auf mehr. Es ist wie ein Fest der Sinne, das man nicht verpassen sollte.
Für kleine Ausgaben solltest du unbedingt etwas Vietnamesischen Dong (VND) mitbringen, denn während Kreditkarten in vielen Einrichtungen akzeptiert werden, kann es immer noch einige Orte geben, wo Bargeld gefragt ist. Vietnamesisch ist die Hauptsprache, doch in touristischen Gebieten wird oft auch Englisch gesprochen, was das Reisen erleichtert. Tatsächlich ist die beste Reisezeit für Hanoi das Frühjahr (Februar bis April) und der Herbst (Oktober bis November). Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du die Farben und Klänge dieser Jahreszeiten erleben!
Der Hoan-Kiem-See ist ein faszinierendes Zusammenspiel von Geschichte, Kultur und Natur. Hier spürt man die Seele Vietnams, und es ist kein Wunder, dass dieser Ort einen besonderen Platz im Herzen der Menschen hat. Wenn du also in Hanoi bist, lass dir diesen zauberhaften Ort nicht entgehen!